Lesen: Level sinkt: China lehnt von der Leyens Mitflug mit Macron ab

Level sinkt: China lehnt von der Leyens Mitflug mit Macron ab

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Peking hat Frankreichs Bitte abgelehnt, wenige Tage vor Emmanuel Macrons jüngster Reise nach China mitreisen zu lassen. Der Schritt hat in Europa für Ärger gesorgt und gilt als eines der ersten sichtbaren Zeichen dafür, wie sehr sich die Beziehungen zwischen Brüssel und Peking verschlechtert haben.

Jetzt bekommt die Absage neues Gewicht, weil diese Woche der chinesische Präsident in Peking senioräische Vertreter aus Europa treffen soll. Genau deshalb suchen Diplomaten nach einem Lesestück für den aktuellen Level in den Beziehungen: Was noch vor wenigen Jahren als verlässlich pro-europäische Linie aus Peking galt, wirkt inzwischen deutlich brüchiger.

Die Ablehnung fiel nur wenige Tage vor Macrons Reise und traf nicht nur von der Leyen persönlich, sondern auch die europäische Seite in einer Phase, in der jedes Zeichen politisch vermessen wird. Dass ihr Name auf dem Reiseplan fehlte, wurde in Brüssel als mehr als eine protokollarische Frage verstanden.

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Seit der zurückgewiesenen Bitte kritisiert China die EU hinter verschlossenen Türen, will die Verbindung zu Brüssel aber zugleich nicht abreißen lassen. Dieser Widerspruch erklärt einen Teil der Unsicherheit: Peking verschärft den Ton, versucht aber zugleich, die Kanäle offen zu halten.

Dass die Verschiebung nicht nur auf einer bilateralen Linie sichtbar ist, zeigte sich auch bei der jährlichen -Sitzung in Brüssel früher in diesem Monat. Dort fiel die diskrete Anwesenheit von Taiwans Vizepräsidentin auf, doch das Treffen machte vor allem deutlich, wie gut China pro-taiwanische und pro-hongkonger Debatten in Afrika und in Paris eindämmen kann.

Der größere Hintergrund liegt in einer Beziehung, die über Jahrzehnte vergleichsweise europafreundlich war und nun an mehreren Stellen unter Druck steht. Pekings Wunsch, die Kontakte zu Brüssel zu bewahren, wird in der Darstellung auch mit internen Debatten über Xi Jinpings Nachfolge verknüpft. Was in dieser Woche in Peking passiert, dürfte deshalb zeigen, ob China die Distanz nur verwaltet oder bereits neu justiert hat.

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