Lesen: Monaco-Strafe trifft Gasly nach 0,1-km/h-Drama hart

Monaco-Strafe trifft Gasly nach 0,1-km/h-Drama hart

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sah in Monaco zuerst wie der klare Gewinner aus, dann wurde aus Platz drei ein siebter Rang. Zwei Fünf-Sekunden-Strafen wegen angeblich zu schnellen Fahrens in der Boxengasse kosteten den Franzosen am Ende das Podium, und auch , , sowie wurden wegen derselben Regel verletzt.

Dass ausgerechnet diese Strafe heute so viel Aufmerksamkeit bekommt, liegt an der winzigen Differenz. In Monaco gilt in der Boxengasse ein Limit von 60 km/h, und Gasly wurde einmal mit 0,4 km/h darüber gemessen; die anderen betroffenen Fahrer lagen jeweils nur 0,1 km/h über der Grenze. Für ein Rennen, das unmittelbar in die Wertung eingriff, reichte das, um die Reihenfolge im Ziel kurzfristig auf den Kopf zu stellen.

Mehrere der betroffenen Fahrer zweifelten die Entscheidungen offen an. Sie sagten, sie hätten den Geschwindigkeitsbegrenzer korrekt aktiviert und seien nicht wirklich zu schnell gewesen. Russell erklärte, er habe den Knopf gedrückt und sei dann 60,1 Kilometer pro Stunde gefahren. Hamilton sagte, er sei seit Jahren durch diese Boxengasse gefahren und denke, das Problem liege eher an der Linie. Gasly brachte seine Enttäuschung mit den Worten auf den Punkt, sein Herz sei gebrochen.

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Monaco ist bei solchen Fällen besonders anfällig, weil die Boxengasse dort schmal ist und das Limit mit 60 km/h deutlich niedriger liegt als die 80 km/h, die an den meisten anderen Formel-1-Strecken gelten. In diesem Jahr wurde auch der Ausgang der Boxengasse verändert, damit Platz für die Cadillac-Garage entstand. Vor dem Wochenende hatte die FIA Teams zudem auf die heikle Situation hingewiesen, und in den fünf Rennen vor Monaco hatte es insgesamt nur fünf ähnliche Verstöße gegeben. Genau deshalb wirkte die Häufung hier so ungewöhnlich: Die Strecke ließ kaum Spielraum, und jeder kleine Messwert wurde sofort zu einer Strafe.

Der Streit ist damit nicht beendet. will das Right-of-Review-Verfahren nutzen, um die Strafen anzufechten, und offen ist vor allem, ob der Verband die Prüfung überhaupt annimmt. Dazu kommt ein weiteres Problem für Monaco selbst: Das Rennen wurde wenige Runden vor Schluss für rund 40 Minuten unterbrochen, nachdem beschädigter Asphalt nach Unfällen von Lance Stroll und Charles Leclerc von der Strecke geräumt werden musste. Streckenposten arbeiteten mit Kehrmaschine und Besen, während Nico Hülkenberg schon vor dem Start gewarnt hatte, Teile des Belags seien bei der Fahrerparade bereits sichtbar gewesen. Für Gasly bleibt deshalb erst einmal nur die bittere Gewissheit, dass ein Podium in Monaco an einem Zehntelkilometer pro Stunde zerbrochen ist.

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