Itay Vargas hat nach der Sonntagsausgabe von Fiebre de Baile auf Instagram gegen einen Juror ausgeteilt und damit eine Debatte darüber ausgelöst, wie weit sich ein Kandidat in einer TV-Show verbiegen muss. Nach seinem Auftritt schrieb er in Stories, er sei traurig darüber, dass von ihm verlangt werde, anders zu sein, obwohl das nicht seiner Essenz entspreche.
Der Auftritt kam nicht zufällig jetzt in die Öffentlichkeit. Am Sonntag lief eine neue Folge der Chilevisión-Show, und Vargas geriet nach seiner Präsentation in eine Kontroverse mit einem Mitglied der Jury. Er machte die Kritik selbst zum Thema und erklärte, er verstehe zwar, dass es sich um Fernsehen handle und dort jeder Typ Mensch auftauchen könne, am schönsten sei für ihn aber, dass das Publikum ihn und seine Kunst so annehme, wie sie seien. Auch den Vorwurf, er solle sich nach Vorstellungen von „richtig“ oder „normal“ richten, wies er direkt zurück.
In seinen Stories sagte Vargas außerdem, als man ihn zu Fiebre de Baile eingeladen habe, habe es keine Vorgabe gegeben, wie er sein oder tanzen solle; man habe „Itay tal y como es“ gewollt. Gleichzeitig setzte er die schärfste Grenze dort, wo es um seine Identität ging: Er sei vielleicht anders als andere Teilnehmer, aber deshalb nicht weniger Mann als die übrigen nur weil er nicht dem folge, was andere von ihm gewohnt seien. Auch das Bild, das er von sich zeichnete, war eindeutig: Wenn er High Heels tragen müsse, tue er das; wenn er ohne Shirt auftreten müsse, ebenfalls. Er sei Künstler, kein Roboter.
Genau dort liegt der Konflikt, der den Streit über den Abend hinaus trägt. Vargas sagt, die Sendung habe ihn so gewollt, wie er ist, zugleich berichtet er aber von einem Juror, der ihn zu jemand anderem machen und nach dessen Maßstab korrekt oder normal auftreten sehen wolle. Wer genau diese Kritik geäußert hat, blieb offen, und bislang gab es keine bestätigte Reaktion des Jurors oder der Produktion. Für die Show ist das mehr als ein Social-Media-Zwischenfall: Es ist eine öffentliche Probe darauf, ob ein Casting-Format Vielfalt feiert oder Grenzen zieht, sobald ein Kandidat sie sichtbar überschreitet.

