Die Direktion Regional des Senapred und die Delegación Presidencial Regional Metropolitana haben für mehrere Gemeinden der Región Metropolitana eine alerta temprana preventiva wegen Regen und Wind für Dienstag, 9. Juni, und Mittwoch, 10. Juni, verhängt. Die Maßnahme gilt für San José de Maipo, Puente Alto, Pirque, La Florida, Peñalolén, La Reina, Las Condes, Lo Barnechea, Vitacura und Colina.
Relevant ist die Warnung heute, weil der Wetterumschwung genau für diese beiden Tage angesetzt ist: Schnee in der Bergkette, kräftiger Wind und Niederschlag in mehreren Zonen der Region. Für Dienstag werden in der cordillera de la costa 5 bis 10 Millimeter Regen erwartet, im valle longitudinal 2 bis 5 Millimeter und in der precordillera 5 bis 10 Millimeter. In der cordillera sind 10 bis 15 Zentimeter Schnee sowie Winde von 25 bis 40 km/h mit Böen bis 60 km/h vorhergesagt. Die 0-Grad-Isotherme liegt dabei zwischen 3.500 und 2.700 Metern über dem Meeresspiegel.
Für Mittwoch hält das Muster an, wenn auch mit verschobenen Mengen. Dann werden in der cordillera de la costa und im valle longitudinal jeweils 5 bis 10 Millimeter Regen erwartet, in der precordillera 10 bis 15 Millimeter. In der cordillera sollen erneut 10 bis 15 Zentimeter Schnee fallen, begleitet von Wind mit 25 bis 40 km/h und Böen bis 60 km/h. Die 0-Grad-Isotherme sinkt auf einen Bereich zwischen 2.700 und 2.200 Metern.
Senapred handelte nicht im luftleeren Raum. Vor der Ausweitung galt die Vorwarnung zunächst nur für Gemeinden der Provinz Cordillera, darunter San José de Maipo, Puente Alto und Pirque. Erst danach wurde sie auf weitere Gemeinden der Región Metropolitana ausgedehnt. Genau dieser Schritt zeigt, wie ernst die Lage eingeschätzt wurde, als die Prognose bereits konkrete Werte für Regen, Schnee und Wind lieferte.
Hinzu kommt das Risiko von Muren und Erdrutschen, das Sernageomin für die cordillera de la costa und die precordillera als moderat einstuft. Für das valle longitudinal und die cordillera der Region sieht die Behörde dieses Risiko zwar als niedrig an, doch der Mix aus Niederschlag, Wind und Schnee reicht aus, um die Bergzonen und angrenzende Gebiete unter Druck zu setzen. Ein normales bis mäßiges Windwarnsignal gilt in der Bergkette der Region noch bis morgen.
Offen bleibt, wie lange die Vorwarnung aufrechterhalten wird und welche konkreten Maßnahmen die betroffenen Gemeinden ergreifen. Für die Bewohner der genannten Kommunen ist damit nicht nur der Dienstag entscheidend, sondern auch der Mittwoch, an dem der zweite Schub von Regen und Schnee noch einmal nachlegt.

