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Zecken in Österreich: MedUni Wien weist ALV erstmals in fünf Bundesländern nach

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Forscher der haben das von Zecken übertragene Alongshan-Virus erstmals in Österreich nachgewiesen. Der Erreger wurde in Proben aus Wien, Oberösterreich, Niederösterreich, der Steiermark und Vorarlberg gefunden und damit in fünf Bundesländern zugleich.

Gerade jetzt rückt das Thema in den Fokus, weil die Wiener Arbeitsgruppe nicht nur frische Funde aus dem Jahr 2024 ausgewertet hat, sondern auch ältere Archivproben und Blutproben von Patientinnen und Patienten. Für Menschen in Österreich ist das mehr als eine Labornotiz: Die Studie erweitert die bekannte Verbreitung des Virus in Mitteleuropa und zeigt, dass es im Land nicht nur einmalig auftauchte, sondern offenbar schon seit längerem in heimischen Zecken zirkuliert.

Untersucht wurden rund 3000 im Jahr 2024 gesammelte Zecken, dazu etwa 2000 ältere Proben aus den Jahren 2005 bis 2018 und rund 2000 Blutproben. Mit molekularbiologischen und serologischen Methoden suchte das Team nach Spuren des Erregers und stieß dabei auf ein Muster, das weit über einen einzelnen Fundort hinausgeht. sagte dazu, die Ergebnisse belegten eine weite geografische Verbreitung des ALSV in Österreich, mit Nachweisen in Wien, Oberösterreich, Niederösterreich, der Steiermark und Vorarlberg.

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Der Befund ist dennoch nicht so eindeutig, wie er auf den ersten Blick wirkt. Das Virus wurde in österreichischen Zecken nachgewiesen, in keiner der untersuchten Patientenproben aber direkt gefunden. Gleichzeitig stellten die Forscher bei zwei Personen hohe ALSV-spezifische Antikörperspiegel fest. Aberle sagte, das zeige, dass es bereits zu Infektionen gekommen sei, auch wenn diese offenbar selten seien.

Genau darin liegt die offene Frage: Wie verbreitet ist das Alongshan-Virus in Österreich tatsächlich, und was bedeutet es für Menschen? Klar ist nur, dass der Erreger, der 2017 erstmals in China bei fieberhaften Erkrankungen beschrieben wurde, inzwischen auch in Deutschland, Finnland, Frankreich, der Schweiz und Österreich nachgewiesen wurde. Die Studie deutet zudem darauf hin, dass sich das Virus in Mitteleuropa seit mindestens 20 Jahren hält. Fachleute wollen es nun stärker überwachen und bei der Diagnose nach Zeckenstichen mitdenken, während groß angelegte Folgeuntersuchungen klären sollen, wie groß das Risiko für Menschen wirklich ist.

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