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Kuba: Erdbeben der Stärke 6,1 erschüttert Karibik bis Florida

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Ein Erdbeben der Stärke 6,1 hat am 9. Juni 2026 vor der Nordwestküste Kubas weite Teile der Karibik erschüttert. Das Epizentrum lag nach Angaben des rund 104 Kilometer nordwestlich von Mantua, in 26 Kilometern Tiefe.

Bemerkenswert ist nicht nur die Stärke, sondern die Reichweite. Die Erschütterung war in Teilen Kubas zu spüren, ebenso in Florida und auf Mexikos Halbinsel Yucatan. In den Ferienorten Cancún und Tulum wurden die Vibrationen ebenfalls wahrgenommen, und in Cancún verließen viele Menschen aus Angst Gebäude.

Für Menschen, die wegen Kuba nach dem Beben suchten, stand deshalb sofort die Frage im Raum, wie ernst die Lage war. Eine Tsunami-Warnung wurde nicht ausgegeben, und zunächst wurden weder größere Schäden noch Opfer gemeldet. Gerade das machte die Lage schwerer einzuordnen: Das Beben war stark genug, um über Ländergrenzen hinweg Aufmerksamkeit auszulösen, aber nicht stark genug, um am Anfang ein klares Schadensbild zu liefern.

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Der Geophysiker nannte das Ereignis für diesen Teil der Karibik äußerst ungewöhnlich, weil es innerhalb einer tektonischen Platte auftrat. Er sagte außerdem, in einem Umkreis von etwa 320 Kilometern habe es seit 1880 kein ähnlich starkes Beben gegeben. Dass die Erschütterung auf Kuba auf eine Infrastruktur traf, die durch eine langjährige Wirtschaftskrise bereits belastet ist, und dass anhaltende Stromausfälle die Kommunikation erschwerten, machte die ersten Stunden nach dem Beben nicht einfacher.

Offen bleibt damit vor allem, ob sich später doch noch Schäden oder Verletzte in Kuba, Florida oder Mexiko zeigten. Für den Moment spricht die Bilanz eines starken, weit gefühlten Bebens, das die Region wachrüttelte, ohne zunächst die Art von Zerstörung zu hinterlassen, die seine Reichweite vermuten ließ.

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