Ein starkes Beben der Magnitude 7,8 hat den Süden von Mindanao in Filipinas erschüttert und sofort eine Prüfung ausgelöst, ob daraus eine Tsunami-Gefahr für die Küsten Chiles werden könnte. Das USGS verortete das Ereignis 49 Kilometer südlich von General Santos und setzte die Uhrzeit auf 7:38 Uhr Ortszeit, also 19:38 Uhr in Chile.
Genau deshalb suchen Leser jetzt nach Filipinas: Das Beben liegt zwar am anderen Ende des Pazifiks, kann aber für Chile direkt relevant werden. Der SHOA teilte mit, dass die Merkmale des Bebens vom Pacific Tsunami Warning Center und vom SHOA bewertet werden. Senapred sagte, erst nach Abschluss von Modellierung und Analyse werde über eine mögliche Tsunami-Bedrohung für die chilenischen Küsten informiert.
Die erste Zahl, die das Ereignis groß machte, war die Magnitude 7,8. Sie steht im Raum, weil sie die laufende Bewertung überhaupt erst auslöste. In derselben Mitteilung taucht jedoch auch ein Eintrag über ein Beben der Magnitude 8,2 auf, ebenfalls 49 Kilometer südlich von General Santos. Diese abweichende Stärke macht die Lage unruhig, weil sie die Frage offenlässt, welche Messung für die Einschätzung der Küsten in Chile am Ende maßgeblich ist.
Für Chile blieb damit zunächst nur eine vorläufige Lage: keine Entwarnung, aber auch keine endgültige Tsunami-Meldung. Entscheidend ist jetzt das Ergebnis der laufenden Modellierung. Erst dann wird klar sein, ob das Beben vor Mindanao nur registriert wurde oder ob es tatsächlich eine Gefahr für die Küsten am anderen Ende des Pazifiks auslöste.

