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Willhaben: Weststeirer verkaufte Landmaschinen des Vermieters für 900 Euro

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Ein hat landwirtschaftliche Geräte seines Vermieters auf willhaben.at verkauft, ohne dass dieser davon wusste. Vor dem stand nun genau dieser Verkauf im Mittelpunkt: ein 5.000-Liter-Güllefass, eine Ackerspritze für Dünger, ein Balkenmäher und Obstkisten, die nach Darstellung des Angeklagten als Gesamtpaket für 900 Euro weggingen.

Warum der Fall gerade jetzt Aufmerksamkeit bekommt, zeigt sich an der Verhandlung in Graz und an der Frage, wie weit ein Mieter mit dem Eigentum seines Vermieters gehen darf. Der Beschuldigte sagte, er habe die Sachen nur loswerden wollen und dem Mann Arbeit abnehmen wollen. Der wiederum erfuhr eigenen Angaben zufolge erst später von dem Verkauf.

Entscheidend ist auch der Streit um den Wert. Der Weststeirer sagte, das alte Zeug sei rostig gewesen, beim Traktor sei sogar Öl herausgeronnen. Er stellte die Geräte als kaum brauchbar dar und sprach von Material, das er als Ganzes verkauft habe. Der Vermieter und sein Anwalt sehen das völlig anders: Für sie waren die Maschinen 17.000 Euro wert.

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Für den Hofbesitzer hing daran mehr als ein paar alte Geräte. Er sagte, die Maschinen würden für den Acker und den Obstbau gebraucht. „Ich wollte das Gebäude nie leer haben. Wir brauchen die Geräte für den Acker und den Obstbau“, sagte er sinngemäß vor Gericht und fragte: „Was sollen wir ohne diese Maschinen machen?“ Genau dort prallen die Versionen aufeinander: Der eine will geholfen haben, der andere sieht den Verlust von Werkzeugen, die noch gebraucht wurden.

Vor dem Straflandesgericht wurde dem Angeklagten eine mit 3.600 Euro Geldbuße und 5.000 Euro Teilschadenersatz angeboten. Ob er dieses Angebot annimmt, blieb zunächst offen. Für den Vermieter ist das der Punkt, an dem aus einem Verkauf auf willhaben.at ein handfester Streit um Besitz, Wert und Verantwortung geworden ist.

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