Spanien geht mit einem 1:1 gegen den Irak und einer Serie von 29 Länderspielen ohne Niederlage ins Testspiel gegen Peru. Für das Team von Luis de la Fuente ist es die nächste und zugleich letzte Generalprobe vor dem Endturnier, doch der klare Favorit wirkt nach dem jüngsten Auftritt nicht unangreifbar.
Die Paarung Spanien – Peru rückt gerade deshalb in den Fokus, weil Spanien bei den WM-Sieger-Quoten als Topfavorit gilt, im Test aber zuletzt nicht über ein Remis hinauskam. Vor dem Irak-Spiel hatten die Bookies dem Weltmeister von 2010 eine mehr als 95%ige Gewinnchance gegeben. Am Ende stand trotzdem ein 1:1, und genau dieser Ausgang schärft nun den Blick auf die Partie gegen Peru.
Das Unentschieden verlängerte Spaniens beeindruckende Serie auf 29 Länderspiele ohne Niederlage. Zugleich zeigte sich, dass die Mannschaft zwar oft den Ball kontrolliert, im Abschluss aber nicht immer die nötige Präzision findet. Das ist für einen Titelanwärter kein Randdetail. Wenn ein Team, das bei der WM als Topfavorit geführt wird, gegen den Irak nicht gewinnt, wird jedes weitere Testspiel zum Maßstab für Form und Verlässlichkeit.
Hinzu kommt die Personalfrage. Lamine Yamal fehlte bereits gegen den Irak wegen einer Oberschenkel-Verletzung, und gegen Peru dürfte er erneut aussetzen. Für Spanien ist das mehr als nur ein weiterer Ausfall, weil es dem Angriff einen Spieler nimmt, der gerade in solchen Partien für Tempo und Unberechenbarkeit steht. De la Fuente muss also erneut ohne eine seiner auffälligsten Optionen auskommen.
Die Bilanz gegen Peru spricht zwar klar für Spanien, aber sie schützt nicht vor einem weiteren zähen Abend. In den Chroniken stehen bislang drei Länderspiele zwischen beiden Mannschaften, und alle gingen an Spanien: 3:1 1960, 2:1 2004 und 2:1 2008. Peru reist damit zu einem Gegner, der historisch meist die Oberhand behielt, aktuell aber selbst nach einem Warnsignal sucht.
Peru trifft damit auf ein spanisches Team, das als Turnier-Generalprobe nicht nur gewinnen, sondern überzeugen muss. Das Remis gegen den Irak hat gezeigt, dass die Favoritenrolle auf dem Papier wenig zählt, wenn die Chancenverwertung nicht stimmt. Gegen Peru geht es deshalb nicht nur um das nächste Ergebnis, sondern darum, ob Spanien kurz vor dem Endturnier wieder die Schärfe findet, die es als Titelanwärter braucht.

