Arte zeigt am Montag „Ich habe keine Angst“ und setzt den 2003 erschienenen Film damit genau an den Abend, an dem viele Zuschauer nach einem klaren TV-Tipp suchen. Die Ausstrahlung läuft bis 21.50 Uhr.
Wer einschaltet, bekommt nicht nur einen Sendeplatz, sondern einen Film, der als spannendes Jugenddrama angekündigt ist. „Ich habe keine Angst“, im Original „Io non ho paura“, ist die italienisch-britische Produktion von Gabriele Salvatores aus dem Jahr 2003 und rückt einen Jungen in den Mittelpunkt, der in einer gefährlichen Welt zu schnell erwachsen werden muss.
Michele entdeckt einen anderen Jungen, der in einem Erdloch gefangen ist. Er bringt ihm Essen und denkt sich einen Plan aus, um ihn zu befreien. Genau daraus zieht der Film seine Kraft: Aus einer zufälligen Entdeckung wird eine stille Rettungsmission, getragen von einem Kind, das nicht wegsehen will.
Doch Michele ist nicht einfach nur ein mutiger Helfer. Er muss vorsichtig bleiben, weil die Erwachsenen in seinem Dorf offenbar selbst in die Gefangenschaft des Jungen verwickelt sind. Damit bekommt die Geschichte ihren härtesten Kern: Der Ort, an dem ein Kind Schutz erwarten würde, scheint Teil des Problems zu sein. Ausgerechnet die Welt der Großen macht jede Hilfe riskant.
Das macht die Ausstrahlung am Montag mehr als nur einen Programmpunkt. Arte holt einen Film ins Abendprogramm, der von Loyalität, Angst und dem Preis des Hinsehens erzählt. Ob Michele den Jungen am Ende wirklich befreien kann, verrät die Ankündigung nicht. Sicher ist nur, dass der Film bis 21.50 Uhr läuft — und dass die eigentliche Spannung erst beginnt, wenn Michele zu handeln versucht.

