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Weißer Hai Mittelmeer: Jungtier vor Montenegro gefangen und freigelassen

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Vor der Küste Montenegros ist im ein junger Weißer Hai gefangen und wieder freigelassen worden. Der Fund ist selten und lenkt den Blick erneut auf den Weißer Hai Mittelmeer, der in Teilen der Adria zwar weiter auftaucht, aber deutlich seltener geworden ist.

Gerade jetzt wird der Fall gesucht, weil er zwei Fragen zugleich berührt: Wo hält sich die Art im Mittelmeer noch auf, und wie viel weiß man überhaupt noch über ihren Bestand? Forscher sehen in dem Tier einen möglichen Hinweis auf ein Aufzuchtgebiet. Für Badegäste und Küstenregionen bleibt die Botschaft nüchtern: Begegnungen sind selten, aber nicht ausgeschlossen.

Die Adria gilt seit langem als bedeutendes Verbreitungsgebiet des Weißen Hais, doch die Population ist stark zurückgegangen. Zuletzt wurde in Italien im ein Weißer Hai vor Livorno gesichtet. Der neue Fund vor Montenegro schließt damit an eine Reihe vereinzelter Beobachtungen an, die zeigen, dass die Art nicht verschwunden ist, auch wenn sie vielen Menschen kaum noch begegnet.

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Das passt zu einem größeren Bild aus dem Mittelmeer. Hai-Sichtungen gibt es dort weiterhin, von den Balearen mit Mallorca und Menorca über die Küstenregionen um Valencia und Alicante bis nach Griechenland und in die Straße von Sizilien. In drei Expeditionen zwischen 2021 und 2023 suchte ein US-amerikanisches Forschungsteam dort nach Weißen Haien, sammelte 159 eDNA-Proben und wies die Art an vier Standorten nach. Besonders häufig wurde sie vor der tunesischen Küste nachgewiesen, die als einer der letzten Rückzugsorte der Art gilt.

Genau dort liegt die Unschärfe, die die Forschung nicht auflösen konnte. Trotz der Aussage, dass Weiße Haie im Mittelmeer kurz vor dem Verschwinden sind, tauchten sie in den Expeditionen also an mehreren Orten wieder auf. Eine genaue Individuenzahl ließ sich nicht ermitteln. Damit bleibt offen, ob es sich um wenige verstreute Tiere handelt oder um einen Restbestand, der sich an einzelnen Küsten hält.

Die Unsicherheit fällt in eine Region, die zu den meistbesuchten Urlaubsgebieten der Welt zählt. Im führte bereits ein gesichteter Blauhai am Strand von Arenal d‘en Castell zu einer kurzzeitigen Strandsperrung. Fachleute verweisen zugleich darauf, dass steigende Meerestemperaturen und sinkende Fischbestände Haie zunehmend in Küstennähe bringen. Die Wahrscheinlichkeit, von einem Hai attackiert zu werden, liegt dennoch bei etwa 1 zu 4 Millionen. Wer ein Tier sieht, soll ruhig bleiben, sich langsam aus dem Wasser zurückziehen und die Behörden informieren.

Der Fang vor Montenegro beantwortet also nicht alles, aber er verschiebt den Blick: Der Weißer Hai Mittelmeer ist nicht nur eine Art aus alten Erzählungen, sondern weiter Teil eines empfindlichen Küstensystems. Wie groß der Bestand heute wirklich ist, bleibt die offene Frage, die den nächsten Forschungsschritt bestimmen wird.

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