Eine seit Wochen vermisste 26-jährige Deutsche ist am 5. Juni 2026 tot aufgefunden worden. Ein am 2. Juni 2026 bei Oberried entdeckter Leichnam wurde später als die Frau bestätigt, nach der die Polizei seit Anfang Mai gesucht hatte.
Für die Suche war das der entscheidende Wendepunkt. Die Frau aus Chemnitz war als angehende Ärztin beschrieben worden. Sie hatte am 2. Mai 2026 gegen 9.30 Uhr in Bern einen Zug bestiegen, wurde später in einem Zug bei Spiez gesehen und wollte eine Wanderung vom Harderkulm zum Augstmatthorn unternehmen.
Erst am 4. Mai ging die Vermisstenmeldung bei der Kantonspolizei Bern ein. In den Tagen danach kamen mehr als ein Dutzend Hinweise zusammen, und die Polizei bat Menschen, die am 2. Mai im Raum Interlaken oder auf der Strecke zwischen Harderkulm und Augstmatthorn unterwegs gewesen waren, sich zu melden. Bis zum 19. Mai wurde die aktive Suche dann eingestellt; sie sollte wieder aufgenommen werden, falls neue Spuren auftauchen. Die öffentliche Suchmeldung blieb währenddessen weiter auf der Website der Polizei abrufbar.
Dass die Behörden inzwischen von einem Unfall ausgehen, beantwortet die eigentliche Frage aber noch nicht. Die Staatsanwaltschaft Oberland ermittelt weiter, und damit bleibt offen, was der 26-Jährigen auf oder nahe dem Brienzergrat zugestoßen ist. Die Polizei sagte dazu, im Hintergrund würden weiterhin Abklärungen getätigt.
Für die Familie endet damit eine wochenlange Ungewissheit mit Gewissheit über das Schicksal der Vermissten, nicht aber über die letzten Stunden ihres Weges in den Alpen. Genau diese Lücke müssen die Ermittlungen nun schließen. Ob ein Sturz, das Gelände oder ein anderer Umstand den Tod auslöste, ist bisher nicht abschließend geklärt.
