Nach dem Erdbeben der Magnitude 7,8 in den Philippinen hat das chilenische SHOA eine Tsunami-Gefahr für die Küsten des Landes ausgeschlossen. Das Beben wurde nach Angaben des US Geological Survey 24 Kilometer west-südwestlich der Insel Burias festgestellt.
Die Frage tauchte in Chile sofort auf, weil der Erdstoß stark genug war, um geprüft zu werden. Er ereignete sich um 23.37 GMT, das entsprach 19.37 Uhr Ortszeit in Chile, und lag in 35 Kilometern Tiefe. Genau deshalb werteten das SHOA und das Pacific Tsunami Warning Center die mögliche Entwicklung für die chilenischen Küsten aus.
Nach Modellierung und Analyse kam die Behörde zu dem Schluss, dass der terremoto filipinas nicht die Bedingungen erfüllte, um an Chiles Küste einen Tsunami auszulösen. Damit war die vorsorgliche Prüfung beendet, bevor aus dem entfernten Beben eine konkrete Gefahr für Chile wurde.
Der offene Punkt liegt nicht in Chile, sondern in den Philippinen: Zu möglichen Schäden, Opfern oder lokalen Warnungen gibt es in den vorliegenden Angaben keine Informationen. Für Chile bleibt nach der Bewertung nur das Ergebnis, dass die Küsten nicht unter Tsunami-Bedrohung standen.

