Lesen: Armin Wolf attackiert Eva Schütz vor ORF-Entscheidung am 11. Juni

Armin Wolf attackiert Eva Schütz vor ORF-Entscheidung am 11. Juni

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hat die Suche nach dem nächsten ORF-Generaldirektor mit einem öffentlichen Angriff auf zugespitzt. Auf schrieb der Moderator vor der Entscheidung am 11. Juni, der stellvertretende Vorsitzende des Stiftungsrats halte offenbar die Herausgeberin einer „rechten, rassistischen Fake News-Schleuder“ für geeignet, den ORF zu führen.

Gerade deshalb wird Wolfs Posting jetzt so genau gelesen: Am 11. Juni fällt die Entscheidung über die ORF-Generaldirektion, und vor diesem Votum müssen die Kandidaten in einem Hearing auftreten. Wer dort überhaupt antreten darf, hängt daran, ob er oder sie zuvor vom nominiert wurde.

Wolf zielte damit nicht auf eine abstrakte Debatte, sondern auf eine konkrete Person im laufenden Verfahren. Eva Schütz wird als Medienchefin und als Herausgeberin eines Online-Mediums beschrieben; seit Januar 2024 ist sie dort Chefredakteurin. Nominiert wurde sie von , dem stellvertretenden Vorsitzenden des Stiftungsrats, genau jenem Gremium, das nun über die ORF-Spitze entscheidet.

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In seinem Beitrag ging Wolf noch weiter und behauptete sinngemäß, Schütze halte die Herausgeberin eines rechten, rassistischen Fake-News-Organs, das den ORF täglich diffamiere und Millionenverluste produziere, für geeignet als Generaldirektorin. Damit stellte er nicht nur Schütz’ Eignung infrage, sondern griff indirekt auch das Auswahlverfahren selbst an: Eine Kandidatin, die erst ins Hearing gekommen ist, wird von einem der bekanntesten ORF-Gesichter öffentlich schon vorab als untragbar dargestellt.

reagierte umgehend auf und warf Wolf vor, seine jüngsten Aussagen seien an Überheblichkeit und Scheinheiligkeit nicht zu überbieten. Mit dieser Replik verlagerte sich der Streit vom ORF-internen Machtkampf in eine offene politische Auseinandersetzung über den Ton im öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Der Konflikt ist damit nicht mehr nur eine Personalfrage, sondern auch ein Test für die Glaubwürdigkeit eines Verfahrens, das auf Nominierungen und Anhörungen setzt.

Brisant bleibt, dass Schütz vor dem Hearing steht, während ihre Eignung schon öffentlich zerlegt wird. Wolf hatte sich in der Vergangenheit auch dafür ausgesprochen, den ORF mit kleineren Gremien und mehr Profis zu steuern, wie er im Zusammenhang mit Lisa Totzauer deutlich machte. Ob Schütz nach dem Hearing tatsächlich im Rennen bleibt, entscheidet sich nun am 11. Juni. Dann zeigt sich auch, ob der ORF eine neue Generaldirektion bekommt, die das Verfahren hinter sich lässt, oder eine, die schon vor dem Start von einem öffentlichen Schlagabtausch überschattet ist.

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