Lesen: Eva Schütz kontert Armin Wolfs Angriff im ORF-Wahlkampf

Eva Schütz kontert Armin Wolfs Angriff im ORF-Wahlkampf

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hat Armin Wolfs Angriff auf ihre ORF-Kandidatur im Fernsehen zurückgewiesen und dessen Posting nicht als persönliche Kränkung stehen lassen. In „“ sagte sie, Wolfs Wortwahl habe sie „absolut nicht“ verletzt und sei „einen relativ unterirdisch formulierten Tweet“ gewesen.

Der Streit kommt genau in der heißen Phase vor der Wahl des ORF-Generaldirektors auf den Tisch. Vier Gäste diskutierten in der Sendung über die Abstimmung und vor allem über die Frage, wie objektiv der ORF noch wahrgenommen wird. Wolf hatte Schütz zuvor in einem Post als „die Herausgeberin einer rechten, rassistischen, Fake News-Schleuder“ bezeichnet und behauptet, sie habe „praktisch täglich den ORF diffamiert und Millionenverluste produziert“. Dass ein Stiftungsrat sie trotzdem für geeignet halte, sei ihm „ratlos“ geblieben.

Schütz drehte die Debatte in der Runde sofort zurück auf Wolfs eigene Wirkung. Er habe nicht strategisch klug gehandelt, sagte sie, und mit seinem Beitrag „jedem Vorurteil gegen ihn“ Vorschub geleistet. Sie sprach von „einen Kommentar zu einem tagespolitischen Thema“ und machte damit deutlich, dass sie den Text nicht als Beweis für eine persönliche Verletzung liest, sondern als Zuspitzung in einem laufenden Wahlkampf um die Spitze des Senders.

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Genau darin liegt der Reibungspunkt. Wolf stellte Schütz als Schaden für den ORF dar, Schütz sagte dagegen, sein Post habe ihr nicht wehgetan und sei schlicht politisch ungeschickt gewesen. fragte sie in der Runde direkt, ob der Beitrag sie getroffen habe oder am Ende sogar als Empfehlung für sie wirken könne. Schütz verneinte das klar. Der Satz, der hängen bleibt, ist daher nicht der Angriff selbst, sondern ihre Antwort: Wer sie öffentlich zum Problem erkläre, liefere am Ende mehr Munition für die Gegenseite, als er selbst gewinne.

Die Diskussion blieb nicht bei diesem Schlagabtausch stehen. sagte, die ORF-Wahl sei noch offen, und die Stiftungsräte wollten „nicht Stimmvieh sein wollen“. betonte, der ORF müsse als Informationsanbieter abgesichert bleiben; zugleich wurde weiter darüber gesprochen, ob und wo dem Sender Objektivität fehlt. Auch die Exxpress-Berichterstattung wurde als „ziemlich pointiert und auch ohne Anspruch auf Objektivität“ eingeordnet. Das macht den Streit größer als einen Tweet: Er ist Teil der Frage, welchen Maßstab der ORF an sich selbst anlegt, während über seine Führung entschieden wird.

Offen bleibt, ob Wolfs Post intern, rechtlich oder im Wahlverfahren irgendeine Folge hat. Für den Moment hat Schütz vor allem eines erreicht: Sie hat die Attacke nicht als Wunde, sondern als Fehlgriff des Gegners markiert.

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