Sevilla will Alexis Sánchez halten, obwohl sein Vertrag in drei Wochen endet. Der Klub plant bereits für die nächste Saison so, als würde der 37-Jährige bleiben, und auch Luis García Plaza arbeitet in dieser Annahme.
Dass sein Name jetzt wieder im Mittelpunkt steht, liegt am Kalender und an der Lage in Sevilla. Wenn ein Vertrag so bald ausläuft, wird jede Personalie zur Frage für die Kaderplanung – erst recht bei einem Spieler, den die Verantwortlichen intern weiter schätzen.
Direktiva und cuerpo técnico sind mit seiner Leistung zufrieden. Sánchez hat sich damit eine Position erarbeitet, die über bloße Geduld hinausgeht. Sevilla sehen in ihm offenbar weiter einen Spieler, der in den Plan für die kommende Saison passt.
Der entscheidende Haken bleibt finanziell. Sánchez wäre bereit, in der Hauptstadt Andalusiens zu bleiben, doch dafür müsste er erneut ein Gehalt akzeptieren, das weit unter dem liegt, was er bei anderen Klubs erzielen könnte. Schon im vergangenen Sommer ging er auf eine ähnliche Lösung ein. Mit 37 Jahren ist das keine Nebensache, sondern die Bedingung, unter der ein Verbleib überhaupt denkbar ist.
Das macht die Situation für Sevilla so heikel. Der Verein steht zum Verkauf, und ein Sportdirektor fehlt, der den Transfermarkt ordnen könnte. In einer Phase, in der die Kontinuität einiger Spieler als wichtig für die Mannschaft gilt, gewinnt gerade dieser Vertrag zusätzliche Bedeutung.
Offen bleibt, ob Sevilla überhaupt ein formelles Verlängerungsangebot vorlegt und welche Konditionen darin stehen würden. Im Moment sprechen die Zeichen für einen Verbleib, aber ob Sánchez die wirtschaftlichen Bedingungen noch einmal mitträgt, ist der Punkt, an dem die Planung erst beginnen würde.

