Christian Eriksen brach in der 79. Minute des Freundschaftsspiels zwischen Dänemark und der Ukraine zusammen, nachdem er sich an die Brust gefasst hatte. Das Spiel wurde sofort unterbrochen und später abgebrochen, obwohl Dänemark zu diesem Zeitpunkt 2:1 führte.
Für viele steht der 34-Jährige genau deshalb heute im Mittelpunkt: Der Vorfall stoppte nicht nur ein internationales Testspiel, sondern löste auch sofort Sorgen um einen Spieler aus, der schon einmal einen Herznotfall überstanden hat. Eriksen wurde auf dem Rasen behandelt, ehe er den Platz selbst verlassen konnte.
Der dänische Verband teilte mit, Eriksen sei bei Bewusstsein und den Umständen entsprechend wohlauf. Mannschaftsarzt Morten Boesen sagte, der Mittelfeldspieler gehe es gut, der Schrittmacher habe wie vorgesehen reagiert und er habe das Feld selbst verlassen. Zugleich machte Boesen klar, dass Eriksen kurz bewusstlos gewesen sei, das Bewusstsein aber sehr schnell zurückerlangt habe.
Genau darin liegt die heikle Spannung dieses Abends: Er wirkte nach der Erstversorgung stabil, muss aber dennoch im Krankenhaus weiter untersucht werden, um die Ursache des Zusammenbruchs zu klären. Die Frage, die bleibt, ist nicht, ob Eriksen den Platz lebend verlassen hat, sondern was seinen Körper mitten im Spiel aus dem Takt gebracht hat.
Der Vorfall ruft Erinnerungen an die Euro 2020 wach, als Eriksen im Gruppenspiel gegen Finnland einen Herzstillstand erlitt und sein Herz rund fünf Minuten lang stillstand. Nach einem implantierbaren Cardioverter-Defibrillator kehrte er acht Monate später bei Brentford zurück, zwei Monate danach auch wieder in die dänische Nationalmannschaft. Im Sommer 2022 wechselte er zu Manchester United, inzwischen steht er bei Wolfsburg unter Vertrag.

