Christian Eriksen brach in der 79. Minute im Freundschaftsspiel Dänemark gegen die Ukraine zusammen. Der Däne griff sich an die Brust und fiel zu Boden, woraufhin medizinisches Personal sofort auf den Rasen eilte und die Partie abgebrochen wurde.
Für die Suche nach seinem Namen zählt heute vor allem die unmittelbare Folge dieses Moments: Das Spiel endete nicht sportlich, sondern mitten im laufenden Test beim Stand von 2:1 für Dänemark. Patrick Dorgu und Joakim Maelhe hatten die dänische Führung in der ersten Halbzeit herausgeschossen, bevor der Abend abrupt kippte.
Der dänische Verband teilte über seinen offiziellen X-Account mit, Eriksen sei bewusst und den Umständen entsprechend wohlauf. Gerade diese Nachricht macht den Vorfall so schwer einzuordnen: Ein Spieler bricht auf dem Feld zusammen, doch kurz darauf heißt es, er habe sich stabilisiert.
Der Vorfall rief sofort Erinnerungen an Euro 2020 wach, als Eriksen im Gruppenspiel gegen Finnland einen Herzstillstand erlitt und sein Herz für rund fünf Minuten stillstand. Danach bekam er einen implantierbaren Kardioverter-Defibrillator, musste seine Laufbahn zwischenzeitlich neu aufbauen, kehrte acht Monate später bei Brentford zurück und spielte später auch für Dänemark sowie drei Jahre für Manchester United.
Was diesen Zusammenbruch ausgelöst hat, blieb zunächst offen. Sicher ist nur, dass für Eriksen und für ein Spiel, das schon entschieden schien, plötzlich wieder alles an einem medizinischen Moment hing, der weit über einen gewöhnlichen Abbruch hinausgeht.

