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Cobolli Tennis: Arnaldi zieht krank zurück und Cobolli steht im Finale

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zog am Freitag vor seinem Halbfinale bei den gegen zurück, und Cobolli stand damit ohne Ballwechsel im Endspiel. Die Ankündigung kam 25 Minuten vor dem geplanten Beginn auf Court Philippe-Chatrier, nachdem Arnaldi über einen Virus und massive Beschwerden geklagt hatte.

Für Roland-Garros änderte sich damit an einem einzigen Morgen die komplette Finalkonstellation. Cobolli, die Nummer 14 der Welt und als 10. gesetzter Spieler angetreten, war für Sonntag gegen angesetzt, während die Zuschauer das erste Grand-Slam-Halbfinale zwischen zwei italienischen Freunden und Davis-Cup-Teamkollegen verpassten. Arnaldi selbst war die Nummer 104 der Weltrangliste und hatte sich in den zwei Wochen zuvor mit fast 20 Stunden auf dem Platz bis in die Vorschlussrunde gekämpft.

Der Weg dorthin war brutal. Arnaldi überstand zwei Fünfsatz-Krimis gegen und und kam ins Halbfinale, nachdem beim Stand von 7:5, 5:2 verletzt aufgeben musste. Genau diese Belastung machte den Rückzug am Freitag so bemerkenswert: Der Italiener sagte, er habe sich am Donnerstag noch gut gefühlt und sei zum Training gekommen, doch in der Nacht sei es ihm plötzlich schlecht gegangen.

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Arnaldi beschrieb die Folgen ungewöhnlich offen. Er habe gegen 1 Uhr morgens mit Erbrechen begonnen und gegen 6 oder 7 Uhr noch einmal erbrochen, sagte er. „I can’t move, I can’t eat, I can’t drink“, sagte er über seinen Zustand. „It’s difficult to be here, it’s not what I wanted to do, but last night I started to feel not very well.“ Damit blieb ihm am Freitag nichts anderes als der Rückzug, weil er sich zu schwindlig und zu krank fühlte, um auf den Platz zu gehen.

Auch Cobolli bekam die menschliche Seite des Abbruchs direkt zu spüren. Er sagte, Arnaldi sei etwa eine Stunde vor dem Match zu ihm gekommen, und er habe fast geweint. „It’s also tough for me to speak now“, sagte Cobolli. Für beide Italiener war es ein harter Moment, weil ausgerechnet dieses Duell als seltene Halbfinalbegegnung zwischen engen Freunden und Davis-Cup-Partnern auf der größten Bühne der Sandplatzsaison gedacht war.

Ob Arnaldi sich rasch erholt und bald wieder antreten kann, blieb offen. Sicher war am Freitag nur eines: Cobolli marschierte kampflos ins Finale, und Zverev wartete auf einen Gegner, den die Ereignisse in Paris an diesem Morgen schon vor dem ersten Aufschlag neu bestimmt hatten.

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