Lesen: Antonelli treibt Russell in der Mercedes-Analyse nach sechs Formel-1-Rennen voran

Antonelli treibt Russell in der Mercedes-Analyse nach sechs Formel-1-Rennen voran

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setzt sich im internen -Duell nach sechs Formel-1-Runden gegen durch. Der Italiener führt die Qualifikationsbilanz mit 4:2 an, und in der Wahrnehmung im Team wirkt er derzeit schneller, stärker und insgesamt passender im Auto.

Warum das jetzt so genau beobachtet wird, liegt an den jüngsten Stationen der Saison. Russell gewann in Australien bei seinem Formel-1-Debüt, holte in Kanada die Pole vor Antonelli und fiel dort später mit einem Problem an der Power Unit aus. Antonelli wiederum nahm den Schwung nach Monaco mit, wo er die Pole holte und mit einer starken zweiten Sektorzeit sowie einem Gewinn an der Nouvelle Chicane die Grundlage dafür legte, wie in der Zusammenfassung von Monaco berichtet wurde.

Gerade dieser Vergleich macht die Lage bei Mercedes interessant. Beide fahren dasselbe Auto, doch die Ergebnisse erzählen derzeit unterschiedliche Geschichten. Antonelli wirkt über die Wochen konstanter, Russell hat Spitzen, Rückschläge und den Ausfall in Kanada erlebt. Dass der jüngere Teamkollege in Qualifying-Duellen führt und in Monaco die schnellere Runde ablieferte, verschiebt die Diskussion weg von einem reinen Ergebnisvergleich hin zur Frage, wie gut sich das Auto tatsächlich an den Fahrer anpasst.

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Russell selbst liefert darauf keine ausweichende Antwort. Er sagte, möglicherweise passe die Maschine eher zu Antonelli, während er sich anpassen müsse, aber keine Erklärung dafür finde. In einer zweiten, noch deutlicheren Einschätzung machte er klar, dass es Dinge in seinem Fahrstil gebe, die er über seine gesamte Mercedes-Zeit beibehalten habe, dieses Auto aber nicht das Beste aus ihm heraushole. Deshalb müsse er sich ändern oder Änderungen bei der Entwicklung anstoßen, damit er natürlicher fahren könne.

Darin liegt der eigentliche Konflikt hinter den Zahlen. Russell deutet an, das Auto könne Antonelli liegen, während die nackten Ergebnisse auch eine einfachere Lesart zulassen: Antonelli fährt es gerade besser. Für Mercedes ist das mehr als ein freundlicher Vergleich zwischen zwei Fahrern. Es ist ein laufender Test darüber, ob sich die Balance über den Fahrstil verschieben lässt oder ob die Entwicklung des Wagens in eine Richtung gegangen ist, die einen Fahrer klar bevorzugt.

Für Russell bleibt damit nur der Weg über die Arbeit am eigenen Stil oder über Eingriffe an der Abstimmung und Entwicklung. Dass er nach sechs Runden schon über Anpassungen spricht, zeigt, wie ernst er die Differenz nimmt. Ob Mercedes den Kurs dafür noch verändert oder ob Russell den Wagen zuerst in eine für ihn natürlichere Richtung zwingt, ist die offene Frage, die nach Monaco jetzt schwerer wiegt als die nächste Qualifikationsliste.

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