Lesen: Syrien: Vater nach Entführung zweier Söhne in Wien weiter verschwunden

Syrien: Vater nach Entführung zweier Söhne in Wien weiter verschwunden

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Seit dem 25. Februar 2026 sucht die Polizei nach einem 37-jährigen Syrer, der in Wien seine beiden Söhne entführt haben soll. Die Kinder, sieben und acht Jahre alt, sind seitdem verschwunden, und auch von dem Mann fehlt jede Spur.

Die Fahndung läuft weiter, weil die Ermittler nicht nur einen Täter suchen, sondern zwei Minderjährige. fahndet mit einem Foto nach dem Mann, während die Familie auf ein Zeichen hofft und die Frage offen bleibt, ob die Buben noch in Österreich sind.

Nach Angaben der Polizei ereignete sich die Tat auf dem Schulweg in der Ybbsstraße in Leopoldstadt. Die Kinder sollen sich heftig gewehrt haben, als sie in ein Auto gedrängt wurden; ein zuvor unbekannter Mann soll dabei geholfen haben. Für die Mutter ist der Fall deshalb so bedrückend, weil sie in Österreich das alleinige Sorgerecht hat und der Vater die Kinder demnach nicht ohne ihre Zustimmung hätte mitnehmen dürfen.

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Gerade dieser Punkt macht die Suche so heikel. Die Behörden vermuten, dass der Mann die Kinder nach Syrien gebracht haben könnte und sich dort der Erreichbarkeit entzieht. Das würde erklären, warum die Fahndung trotz des internationalen Aufwands noch keinen greifbaren Erfolg gebracht hat: Die Spur endet möglicherweise an einer Grenze, die für die Ermittler kaum zu überwinden ist.

Die Sorge der 31-jährigen Mutter reicht dabei über den Februar hinaus. Sie sagte, sie sei 2015 mit ihrem Mann aus Syrien nach Österreich geflohen und habe erst später erfahren, dass ihre Ehe in Österreich nicht rechtsgültig war. Nach ihrer Darstellung hatte ihr Mann deshalb keine Obsorge-Rechte für die Kinder und durfte sie nicht ins Ausland bringen; inzwischen gebe es nur noch die Vereinbarung, dass er die Buben in Wien unter ihrer Aufsicht sehen dürfe.

Der Fall steht auch für ein Muster, das der seit 2025 beobachtet. Dort wurden mehr als 20 Beratungen zu Drohungen dokumentiert, Kinder wegzunehmen; in zwei Fällen ging es tatsächlich um eine Entziehung, in 20 weiteren um eine Androhung. Dass diese Warnung nun in einem laufenden Vermisstenfall steckt, macht die Suche nach den beiden Buben dringlicher als eine gewöhnliche Fahndung.

Am 6. Juni 2026 berichtete ORF erneut über den Fall, ohne eine Antwort auf die entscheidende Frage zu geben. Solange weder die Kinder noch der Verdächtige aufgetaucht sind, bleibt offen, ob die Buben noch zurück nach Österreich kommen können oder ob sie bereits in Syrien sind.

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