Lesen: CAP und AZA schmieden Acero Verde für Huachipato-Neustart

CAP und AZA schmieden Acero Verde für Huachipato-Neustart

Veröffentlicht
2 Min. Lesezeit
Anzeige

CAP hat Huachipato am Freitag, 5. Juni 2026, mit einem einzigen Schritt neu auf die Karte gesetzt: Das Unternehmen meldete um 08:54 Uhr eine Vereinbarung mit , die Stahlvermögen beider Seiten zu bündeln und die neue Gesellschaft Aceros AZA S.A. zu schaffen. Der Kern des Geschäfts ist klar: AZA soll alle Anteile an für US$ 130 Millionen kaufen, CAP bekäme dafür 15 Prozent der neuen Firma und einen Sitz im Verwaltungsrat.

Genau deshalb wird nach Acero Verde gesucht. Der Deal ist nicht nur ein Eigentümerwechsel, sondern der Plan für ein kleineres, anderes Werk. sprach nur Minuten nach der Marktmitteilung von einem Projekt, das „Momentum“ schaffen werde, und sagte, die neue Struktur könne die Gesellschaft wieder in die Gewinne führen, die die Aktionäre verlangten. Für CAP ist der Schritt auch Teil der Strategie, Vermögenswerte zu Geld zu machen, die aus seiner Sicht bislang nicht zum richtigen Preis bewertet waren.

Die Rechnung dahinter hat zwei Stufen. Zuerst sollen die Walzwerke mit US$ 20 Millionen wieder starten. Danach ist ein Elektrostahlwerk vorgesehen, das 500.000 Tonnen grünen Stahl pro Jahr produzieren soll und bei AZA weitere US$ 250 Millionen erfordern würde. Insgesamt würde der von den Familien Matetic und Del Río kontrollierte Konzern damit rund US$ 400 Millionen in das Geschäft stecken.

- Advertisement -

Die Vereinbarung greift in einen Standort ein, der seit September 2024 stillsteht. Burr stellte Huachipato allerdings nicht als geschlossen dar, sondern als nur suspendiert. Genau dort liegt der Reibungspunkt: Auf dem Papier ist der Neustart eine gemeinsame Sache, in der Praxis hängt die zweite Phase nun an AZA, an Marktbedingungen und an einer Entscheidung des Vorstands, ob das Elektroofenprojekt tatsächlich gebaut wird.

CAP selbst sagt, das Vorhaben würde den Stahlkomplex auf 91 Hektar verkleinern, also auf 20 Prozent des gesamten Geländes von 443 Hektar. Das macht aus Huachipato keinen bloßen Wiederanlauf im alten Maßstab, sondern einen Umbau mit kleinerer Fläche, geringeren Kosten und einem neuen Eigentümermodell. Ob aus der Ankündigung am Freitag tatsächlich der nächste industrielle Zyklus am Standort wird, entscheidet sich erst mit dem Start der Walzwerke — und dann mit der Frage, ob AZA den Schritt zum Acero-Verde-Stahlwerk zieht.

Anzeige
Diesen Artikel teilen