Ferrari muss das Qualifying beim Großen Preis von Monaco am Samstag ohne Frédéric Vasseur bestreiten. Der Teamchef wurde nach medizinischen Checks in einer örtlichen medizinischen Einrichtung unter Beobachtung gestellt und wird am Circuit nicht anwesend sein.
Die Meldung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem jedes Detail im Fürstentum zählt. Ferrari war am Freitag stark in das Wochenende gestartet: Charles Leclerc führte Lewis Hamilton im ersten Training an, im zweiten Training lag Hamilton vor Leclerc. Genau vor dem ersten entscheidenden Samstagseinsatz verliert das Team nun seine zentrale Figur an der Boxenmauer.
Vasseur hatte am Freitagabend selbst noch beschrieben, warum Monaco bis zum Qualifying ein langer Weg ist. Von Freitag bis zur Quali und dann erst zum Rennen sei es „sehr weit“ in Monaco, sagte er. Die größte Schwierigkeit sei, die Entwicklung der Strecke und des Grips vorherzusehen; Team und Fahrer müssten immer eine Session voraus sein. Erst am Samstagabend werde man die echte Pace sehen.
Ferrari machte am Samstagmorgen klar, dass es keine kurzfristige Rückkehr an die Strecke geben wird. Nach den medizinischen Untersuchungen bleibe Vasseur unter Beobachtung, weitere medizinische Informationen werde man nicht veröffentlichen. Gleichzeitig wünschte der Rennstall ihm eine schnelle Genesung und sagte, man freue sich darauf, ihn bald wieder an der Strecke zu sehen.
Damit bleibt offen, wer Ferrari im Monaco-Qualifying konkret führen wird. Für ein Team, das mit großen Erwartungen ins Wochenende gegangen war, ist das eine spürbare Lücke ausgerechnet an dem Tag, an dem in Monaco oft die Weichen für das gesamte Rennen gestellt werden.

