Lesen: Collien Fernandes reagiert auf Christian Ulmens ZEIT-Zitate

Collien Fernandes reagiert auf Christian Ulmens ZEIT-Zitate

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hat sich am Donnerstag öffentlich zu Christian Ulmens zurückgezogenen Zitaten aus der geäußert und ihm vorgeworfen, Aussagen wieder einzufangen, sobald Belege seine früheren Darstellungen entlarvten. Auf t-online sagte sie: „Es ist natürlich ungünstig, wenn getätigten Falschaussagen Belege gegenübergestellt werden, die diese Lügen enttarnen.“

Dass Fernandes jetzt reagiert, hängt an einem Streit, der die Berichterstattung über Ulmen gerade neu sortiert. Die ZEIT schrieb in ihrer aktuellen Ausgabe, sie habe stundenlange Interviews mit Ulmen und seinem Anwalt geführt. Ulmens Seite stellte das später anders dar: Die Kanzlei erklärte auf X, es habe sich um ein Hintergrundgespräch mit vertraulichen Informationen gehandelt, dessen Inhalte nicht für die Veröffentlichung freigegeben worden seien. Fernandes bezog sich auf diese öffentliche Auseinandersetzung, die für sie offenbar längst über ein bloßes Medienmissverständnis hinausgeht.

„Dann zieht man vielleicht doch lieber all seine Aussagen zurück“, sagte sie weiter. Wer noch „Restwürde, ein Gewissen oder Anstand“ besitze, müsse öffentlich zu dem stehen, „was man getan und ohnehin schon zugegeben hat“. „Alles andere ist komplett würdelos“, fügte Fernandes hinzu. „Hierfür hätte man so ein Interview nutzen können, stattdessen schlug man weiterhin den Weg der Lüge und des Verdrängens ein, hoffte wohl, dass man damit nicht auffliegt.“

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Im Hintergrund steht ihr seit Jahren erhobener Vorwurf, Ulmen habe Fake-Profile in ihrem Namen erstellt und über sie mit zahlreichen Männern kommuniziert. Die Unschuldsvermutung gilt weiterhin. Genau deshalb bekommt der Streit um die ZEIT-Zitate zusätzliches Gewicht: Er entscheidet zwar nicht über die Vorwürfe selbst, aber darüber, wie weit sich Ulmen öffentlich dazu äußern konnte und ob die Redaktion seine Antworten überhaupt als veröffentlichungsreif verstehen durfte.

Die Anwälte von Schertz Bergmann sagten, sie hätten Ulmen ausdrücklich geraten, das Material freizugeben. Eine Autorisierung hätte ihm nach ihrer Darstellung erlaubt, Dinge klarzustellen und falschen oder verzerrten Darstellungen in -Berichten entgegenzutreten. Zugleich kritisierten sie, dass die ZEIT über das Gespräch berichtete, obwohl Ulmen die Veröffentlichung nicht autorisiert habe. Genau dort bleibt der offene Punkt: Was Ulmen in dem Gespräch tatsächlich gesagt hat, ist weiter nicht vollständig offengelegt.

Bis dieser Kern nicht geklärt ist, bleibt der Konflikt doppelt aufgeladen: als Streit um mögliche Täuschung und als Streit darum, ob eine vertrauliche Unterhaltung zur veröffentlichten Geschichte werden durfte. Für Fernandes ist die Sache öffentlich schon entschieden. Für Ulmen und die ZEIT nicht.

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