Paco Reyes hat in einer außerordentlichen Plenarsitzung seine 15 Jahre an der Spitze der Diputación de Jaén beendet. Mit diesem Schritt endet eine der längsten Phasen provinzieller Führung in Jaén.
Gerade jetzt wird nach Francisco Reyes gesucht, weil sein Abschied den klaren Einschnitt markiert: Seit Juni 2011 stand er als Präsident der Diputación Provincial de Jaén an der Spitze der Institution. In seiner Investiturrede damals hatte er gesagt, Beschäftigung und Sozialpolitik würden seine Priorität sein. Der heutige Abschied macht diese Zeitspanne sichtbar und schließt ein Kapitel, das die Provinz über Jahre geprägt hat.
Reyes’ politischer Weg begann lange vor seiner Präsidentschaft. 1987 wurde er erstmals als Stadtrat im Ayuntamiento de Bedmar aktiv, von 1988 bis 1995 war er dort Bürgermeister. Zwischen 1993 und 2000 war er Provinzabgeordneter und zeitweise auch Vizepräsident der Diputación Provincial de Jaén, zudem verantwortete er in Teilen dieser Jahre Tourismus und lokale Entwicklung. Später war er von 2000 bis 2008 Delegierter der andalusischen Landesregierung in Jaén, ehe er 2008 zum nationalen Abgeordneten gewählt wurde.
Sein Abschied trägt aber nicht nur den Ton des Endes, sondern auch den einer gemischten Bilanz. Reyes selbst sprach von „aciertos y errores“, also von Erfolgen und Fehlern. Gleichzeitig würdigten ihn Kollegen als vorbildlich in der Amtsführung. In dieser Spannung liegt viel von dem, was seinen Abgang prägt: keine makellose Legende, sondern ein langer politischer Abschnitt, der sich auch an seinen Widersprüchen messen lassen muss.
Zu seiner Ära gehören Projekte und Markenzeichen, die in der Provinz bis heute mit seinem Namen verbunden werden: die Tourismusinitiative „Jaén, Paraíso Interior“, das Siegel Degusta Jaén, der Olivo Arena, Erfolge im Hallenfußball und die von Hernández geschaffene Provinzhymne. Auch die Jahre der Pandemie fielen in seine Amtszeit. Unklar bleibt nach der Plenarsitzung nur eines: Wer ihm an der Spitze der Diputación de Jaén folgt, wurde nicht genannt.

