La Roja femenina wird an diesem Freitag um 19.00 Uhr zum ersten Mal in ihrer Geschichte im Estadio Nacional auf Ecuador treffen. Für Chile ist das kein gewöhnlicher Heimauftritt, sondern ein Spiel, das die Mannschaft im Rennen um die Qualifikation für die WM 2027 in Brasilien halten soll.
Genau deshalb wird nach chile vs ecuador femenino jetzt besonders viel gesucht: Das Duell verbindet ein historisches Debüt im größten Stadion des Landes mit einer sportlichen Aufgabe, die keinen Aufschub erlaubt. Bis Mittwoch waren bereits rund 15.000 Eintrittskarten verkauft, und die ANFP peilt 25.000 Zuschauer an. Das Ziel ist ehrgeizig, denn die bisherige Bestmarke für ein Frauenfußballspiel in Chile liegt bei 19.966 Zuschauern, erreicht am 19. November 2023 im Monumental bei einem Superclásico zwischen Colo Colo und der U.
Auch der Rahmen zeigt, wie viel auf dieses Spiel gesetzt wird. Die ANFP hat mehr als 20 Gemeinden in der Metropolregion Santiago in die Mobilisierung einbezogen. Las Condes, Ñuñoa, Macul, Providencia, La Florida, Paine und Melipilla gehörten zu den genannten Kommunen; im Schnitt erhielten sie jeweils 500 Karten, Ñuñoa sogar fast 1.000. Pamela Díaz beteiligte sich an Kampagnen, die Besucher ins Nationalstadion holen sollten, und Blue Mary sowie Flor de Rap werden das Programm vor dem Anpfiff musikalisch ergänzen.
Hinter der festlichen Kulisse steht jedoch ein harter Rechenschieber. Die Ausrichtung des Spiels im Estadio Nacional kostet nahe 60 Millionen Pesos, während die erwarteten Einnahmen bei rund 30 Millionen liegen. Die Organisation rechnet also nicht mit einem Gewinn, sondern setzt auf Reichweite, Sichtbarkeit und eine Kulisse, die dem Frauenfußball in Chile neuen Schub geben soll.
Offen bleibt, ob der Freitagabend die Marke von 25.000 Zuschauern wirklich erreicht und ob sogar der nationale Rekord fällt. Sicher ist nur: Wenn Chile gegen Ecuador antritt, geht es nicht bloß um drei Punkte, sondern um den Anspruch, dem Frauenfußball im Land einen Platz zu geben, der bisher unerreicht war.

