McLaren wurde nach FT2 beim Großer Preis Von Monaco untersucht, weil das Kupplungs-Entkopplungssystem an Lando Norris’ Wagen nicht wie vorgeschrieben arbeitete. Weil der Defekt den Wagen nur langsam von der Strecke kommen ließ, rückte der Vorfall sofort aus dem Bereich einer üblichen Nachkontrolle in den Bereich einer möglichen Strafe.
Genau deshalb ist der Fall heute relevant: Die Untersuchung wurde direkt nach der zweiten Trainingssession am Freitag in Monaco eröffnet, und für McLaren steht damit mehr auf dem Spiel als ein technischer Eintrag im Protokoll. Racing Bulls hatte für dasselbe Problem in Kanada bereits eine Geldstrafe bekommen, und genau diese Vorgeschichte macht auch den McLaren-Fall sofort schärfer.
Der Blick auf die Sitzung selbst zeigt, wie eng dieser Freitag bereits vor der Entscheidung der Sportkommissare war. Mercedes verbesserte sich von FT1 auf FT2, doch George Russell nannte Monaco dennoch das bislang schwierigste Rennen für sein Team und Ferrari den Maßstab. Russell sagte außerdem, Ferrari sei der Favorit, Red Bull auf P3 eine kleine Überraschung, und Mercedes habe vom ersten zum zweiten freien Training gute Fortschritte gemacht.
Auch Isack Hadjar lieferte einen eigenen Kontrapunkt zu einem ohnehin unruhigen Tag. Der Franzose crashte in FT1 und sagte später, der Unfall habe ihn komplett überrascht; zugleich erklärte er, er sei in Monaco „wirklich kein Risiko“ eingegangen, als er sich im weiteren Verlauf wieder Vertrauen aufbaute. Am Ende stand für ihn Platz sechs mit etwa einer Sekunde Rückstand auf die Bestzeit.
McLaren wartet nun auf die Entscheidung der Sportkommissare. Ob es bei einer Geldstrafe bleibt oder eine andere Sanktion folgt, ist noch offen, aber der Vergleich mit Racing Bulls zeigt bereits, in welche Richtung der Fall im schlimmsten Fall kippen kann.

