Innio geht am Donnerstag an die Nasdaq und wird dabei mit rund 20 Milliarden US-Dollar bewertet. Der Ausgabepreis liegt bei 27 US-Dollar je Aktie, also am oberen Ende der zuvor festgelegten Spanne.
Für Ferdinand Hammer ist das der Punkt, an dem aus einer langen Vorbereitung ein greifbarer Marktvergleich wird. Die Platzierung umfasst 90 Millionen Aktien aus dem Bestand des Großaktionärs AI Alpine; mit der Greenshoe-Option könnte das Volumen auf mehr als 2 Milliarden US-Dollar steigen.
Dass der Termin jetzt zählt, liegt auch am Marktumfeld. Das Orderbuch soll einem Bericht zufolge im zweistelligen Bereich überzeichnet gewesen sein, was den Gang an die Börse zusätzlich unterstreicht. Investoren suchen derzeit gezielt nach Unternehmen, die vom Ausbau von KI-Infrastruktur profitieren, und Innio wird in genau diese Gruppe eingeordnet.
Das Unternehmen produziert Stromerzeugungs- und Kühlsysteme unter den Marken Jenbacher und Waukesha. Solche Anlagen sind für Rechenzentren und andere große Standorte relevant, die verlässliche Energie und Kühlung brauchen, wenn der weltweite Bau neuer KI-Infrastruktur weiterläuft.
Gleichzeitig zeigt die Entscheidung für New York statt Europa, wie sehr die Bewertungserwartung den Standort bestimmt. Innio hat österreichische Wurzeln, einen Hauptsitz in München und wird von deutschem Management geführt, suchte den Börsengang aber an der Nasdaq, weil US-Märkte Firmen mit KI- und Technologienähe oft höhere Bewertungen zugestehen. Hinter AI Alpine stehen Advent International und der Abu-Dhabi-Staatsfonds ADIA.
Am Donnerstag steht damit zunächst die Preisfestsetzung und dann das Börsendebüt selbst an. Ob die Aktie nach dem ersten Handelstag den hohen Ansatz hält, ist die offene Frage, die der Markt erst mit dem Auftakt an der Nasdaq beantworten wird.
