Lesen: Unternehmen im Fokus: Deutsch-russischer Dialog kehrt nach Sankt Petersburg zurück

Unternehmen im Fokus: Deutsch-russischer Dialog kehrt nach Sankt Petersburg zurück

Veröffentlicht
2 Min. Lesezeit
Anzeige

In Sankt Petersburg ist der offizielle deutsch-russische Wirtschaftsdialog beim in diesem Jahr wieder zurück. Am Donnerstag treffen sich russische und deutsche Geschäftsleute, um darüber zu sprechen, wie Unternehmen unter den aktuellen Bedingungen miteinander umgehen.

Dass das jetzt Aufmerksamkeit bekommt, liegt auch an der Lage, in der das Forum stattfindet: Es läuft bis Samstag, und die Beziehungen zwischen der EU und Russland sind seit Beginn des Ukraine-Kriegs auf einem Tiefpunkt. Trotzdem wird der wirtschaftliche Austausch nicht nur diskutiert, sondern auf höchster Bühne erneut sichtbar gemacht.

Für viele Firmen ist das keine theoretische Debatte. Nach Angaben der sind rund 1600 deutsche Unternehmen weiter in Russland aktiv. Die befragte 750 Mitglieder zur Geschäftslage; 265 Unternehmen antworteten, darunter 23 aus Österreich und der Schweiz. Drei Viertel der Befragten sagten, sie seien mit der Entwicklung ihres Russlandgeschäfts zufrieden.

- Advertisement -

Gleichzeitig zeigt die Umfrage, wie stark die Spannungen in der Wirtschaftspolitik geblieben sind. Zwei Drittel der Antwortenden sagten, westliche Sanktionen träfen die russische Wirtschaft stark oder sehr stark. Etwas mehr als ein Drittel meinte sogar, die Maßnahmen schadeten Deutschland stärker als Russland. 39 Prozent gaben an, sie seien von den Sanktionen kaum oder gar nicht betroffen.

Noch deutlicher wird das beim Thema Energie. 65 Prozent der befragten Unternehmen wollen, dass russische Öl- und Gasimporte so schnell wie möglich wieder aufgenommen werden. 31 Prozent knüpften das an ein Ende der Waffen in der Ukraine. Damit steht in Sankt Petersburg ausgerechnet dort ein wirtschaftlicher Gesprächskanal offen, wo politisch seit Langem kaum Bewegung zu sehen ist.

Zu den bekannten Namen des Forums gehört . Sie ist wieder in Sankt Petersburg und soll am Freitag zu „Nationale Einigung als Grundlage für Sicherheit“ sprechen. sagte, Russland freue sich auf die große Delegation deutscher Unternehmen beim Internationalen Wirtschaftsforum, und sprach zugleich davon, deutsche Wirtschaftsführer wiesen deutschen Politikern und Beamten den richtigen Weg.

Der Hintergrund dieses Treffens ist ein russischer Markt, der selbst unter Druck steht. Die Wirtschaft leidet derzeit unter hoher Inflation, und hohe Zinsen bremsen Investitionen. Dass das Forum von ausgerichtet wird, macht den erneuerten deutsch-russischen Wirtschaftsdialog politisch noch sensibler — auch wenn er für manche Unternehmen offenbar weiter handfeste Bedeutung hat. Ob daraus mehr wird als ein symbolisches Wiederauftauchen, bleibt bis zum Samstag offen.

Anzeige
Diesen Artikel teilen