Francisco Undurraga hat erstmals über den Moment gesprochen, in dem ihn im CEINA bei einer Aufführung von La Pérgola de las Flores Buhrufe und Beleidigungen trafen. Der Vorfall ereignete sich während des Día del Patrimonio, als er den Saal betreten wollte.
Dass er sich jetzt äußert, erklärt, warum die Szene erneut Aufmerksamkeit bekommt: Die Bilder hatten sich schon zuvor in den sozialen Netzwerken und in der Kulturwelt verbreitet, doch Undurraga selbst blieb stundenlang still. Erst im Gespräch mit La Radio schilderte er, was ihn an diesem Tag traf.
Er sprach von einer „violenta jornada“ und sagte, sie sei von Menschen ausgegangen, die sich als Vertreter der Kultur bezeichneten, in diesem Moment aber keinen Respekt dafür gezeigt hätten. Mit dieser Formulierung setzte er die Buhrufe nicht als bloße Unhöflichkeit ab, sondern als bewusste Kränkung aus einem Umfeld, das kulturelle Offenheit für sich beansprucht.
Genau an diesem Punkt bekam der Konflikt eine politische Wendung. Präsident José Antonio Kast unterbrach später seine Rede bei der Cuenta Pública, um Undurraga öffentlich für seine „valentía“ zu danken und die Angriffe zu verurteilen. Damit wurde aus einer Szene am Eingang des CEINA ein Streit, der weit über das Kulturereignis hinausreichte.
Undurraga nahm diese Rückendeckung sichtbar auf. „Habla de su calidad humana, de ser un líder que está preocupado por la gente que trabaja con él“, sagte er über Kast. Seine Worte machten deutlich, dass ihn weniger die öffentliche Debatte selbst beschäftigte als die Frage, wer in einem solchen Moment tatsächlich hinter ihm steht.
Offen bleibt, was genau in der Menge gesagt oder getan wurde, bevor die Buhrufe losgingen. Sicher ist nur, dass Undurraga den Vorfall nun selbst beschrieben hat und damit eine Episode beendet, die zunächst andere für ihn erzählt hatten.

