Das Rathaus von La Línea de la Concepción hat das für den 9. Juni angesetzte Freundschaftsspiel der Selección de fútbol de Chile gegen die Republik Demokratische Kongo nicht genehmigt. Juan Franco unterzeichnete in den letzten Stunden ein Dekret, das die Partie im städtischen Stadion stoppt.
Darum wird die Entscheidung gerade jetzt gesucht: Es ging um ein international angekündigtes Spiel, das in der Stadt bereits als Attraktion galt und nun kurzfristig aus dem Kalender fällt. Franco nannte den Schritt „eine Frage der gesundheitlichen Vorsicht“ und sagte zugleich, man bedaure die Entscheidung, weil ein Spiel dieser Größenordnung für La Línea ein Anziehungspunkt sei.
Vor der Absage hatte die Stadt Informationen und Garantien verlangt, bevor sie grünes Licht geben wollte. In den vergangenen Tagen gab es Kontakte mit Sanidad Exterior, der andalusischen Regionalregierung und dem Krankenhaus von La Línea; auch die zuständige Gesundheitsdirektion der Junta de Andalucía und der kommunale Sanitätsdienst rieten zur Vorsicht. Die Unterlagen reichten am Ende nicht aus, um vollständig zu belegen, dass die Begegnung ohne jedes Risiko für die öffentliche Gesundheit stattfinden könne.
Im Hintergrund stand ein Ebola-Ausbruch in der Republik Demokratische Kongo, der die Sorge der Behörden befeuerte. Genau diese offene Gesundheitsfrage machte den Unterschied zwischen einer genehmigten Veranstaltung und einer abgesagten Partie, obwohl der Bürgermeister das Spiel zuvor als Gewinn für die Stadt beschrieben hatte. Der Streitpunkt war also nicht das Interesse am Fußball, sondern die nicht ausgeräumte Unsicherheit über die gesundheitlichen Folgen.
Offen bleibt, ob Chile und die Republik Demokratische Kongo an einem anderen Ort oder zu einem späteren Termin erneut angesetzt werden. Für den 9. Juni ist das Kapitel in La Línea damit beendet, bevor überhaupt ein Anpfiff möglich war.
