Ab 9.00 Uhr am Dienstag, 2. Juni, beginnt die Abstimmung darüber, wer die Universidad de Chile in den kommenden vier Jahren führen wird. Es ist die zweite Wahlrunde, und damit rückt die Entscheidung an einem Tag in den Vordergrund, an dem das Ergebnis noch nicht bekannt ist, der Wahlakt aber schon läuft.
Wer nach Alejandra Mizala sucht, sucht heute vor allem nach diesem Beginn. Für die akademischen Mitglieder des Claustros ist es der Termin, an dem die Wahl in ihre entscheidende Phase geht, und zwar elektronisch. Genau das macht diesen Dienstag relevant: Die Abstimmung ist nicht angekündigt, sie läuft jetzt an.
Die Wahl betrifft die Führung einer der wichtigsten Universitäten des Landes für einen vollen Vierjahreszeitraum. Der Ablauf ist klar geregelt. Die Stimmabgabe erfolgt online, doch in der Casa Central werden Computer bereitgestellt für Akademikerinnen und Akademiker, die dort ihre Stimme abgeben müssen oder wollen.
Diese zusätzliche Möglichkeit vor Ort ist der Punkt, der den technisch organisierten Prozess erdet. Obwohl die Universität auf elektronische Stimmabgabe setzt, bleibt die Casa Central als Ausweichort geöffnet. Für Mitglieder des Claustros, die dort wählen, ist der Weg damit nicht nur digital, sondern auch praktisch abgesichert.
Dass es sich um eine zweite Runde handelt, zeigt zugleich, dass die Entscheidung noch offen ist. Wer in dieser Stichwahl gegeneinander antritt, wird in dem vorliegenden Material nicht genannt, ebenso wenig ein Zeitpunkt, zu dem das Ergebnis feststeht. Sicher ist nur: Seit heute Morgen läuft die Abstimmung, und mit ihr die Frage, wer die Hochschule durch die nächsten vier Jahre führen wird.
Für die Universität ist das mehr als ein formaler Termin. Mit dem Start um 9.00 Uhr beginnt der Abschnitt, in dem aus einer Auswahl eine Leitung wird. Alles Weitere hängt nun davon ab, wie die Mitglieder des Claustros ihre Stimmen abgeben und wann die Auszählung ein endgültiges Resultat liefert.

