Lesen: Chile nimmt Banco-Santander-Manager im Fall Tren De Aragua fest

Chile nimmt Banco-Santander-Manager im Fall Tren De Aragua fest

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Die chilenische Polizei hat in den frühen Morgenstunden festgenommen, einen 33-jährigen Mitarbeiter von , den Ermittler mit einem Geldwäschenetzwerk im Umfeld des in Chile verbinden. Die Aktion gehörte zu einer koordinierten Operation von Polizei, Staatsanwaltschaft und , die nach monatelanger Arbeit ein aus Sicht der Behörden zentrales Finanzsystem der Gruppe zerschlagen haben soll.

Der Fall bekommt genau heute Gewicht, weil die Festnahme Teil eines Angriffs auf die Geldströme der Organisation ist, nicht nur auf ihre Straßengewalt. Nach Angaben aus der Untersuchung soll Pérez zwischen 2022 und 2025 Erlöse aus den kriminellen Aktivitäten der Gruppe bewegt haben. Er steht damit im Verdacht, eine Rolle gespielt zu haben, über die illegale Gewinne in den regulären Markt gelangten.

Die Ermittlung lief über die ECOH der und nahm nach dem fünffachen Mord auf einem Grundstück in Lampa im Juli 2024 Fahrt auf. Von dort führten die Spuren laut den Ermittlern zu Erpressungszahlungen an Händler, die als „vacuna“ oder Quote bekannt sind, und schließlich zu dem Finanznetzwerk, das jetzt im Fokus steht. CIPER beschreibt es als das bislang wichtigste Geldwäsche-Netzwerk des Tren de Aragua in Chile.

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Nach den öffentlich bekannten Angaben soll Pérez Konten bei Falabella und Scotiabank sowie weiteren Banken eröffnet und genutzt haben, um kriminelle Gelder zu empfangen und in den formellen Markt einzuschleusen. Auf seinem LinkedIn-Profil steht, dass er seit 2019 bei Santander arbeitet und seit 2012 als „especialista de crédito“ bei Banco de Venezuela tätig ist. Ermittler gehen sogar so weit, ihn zur zentralen Struktur des Tren de Aragua in Chile zu zählen.

Genau dort liegt die offene Frage. Öffentlich genannt wurde bisher vor allem, dass er Konten bereitgestellt und Geldflüsse ermöglicht haben soll; welche Beweise die Staatsanwaltschaft zu der Einschätzung veranlasst haben, dass er Teil des Kerns der Organisation sei, ist nicht offengelegt. Der Vorwurf ist schwer, aber die belastbare Begründung dahinter bleibt vorerst hinter der Festnahme zurück.

Für Chile ist die Operation ein harter Treffer gegen die finanzielle Seite des Tren de Aragua und gegen die Vorstellung, dass solche Netzwerke ohne Hilfe in den regulären Bankensektor eindringen können. Ob weitere Anklagepunkte oder Haftschritte folgen, hat die Untersuchung bislang nicht bestätigt. Sicher ist nur: Mit der Festnahme von Pérez endet der Zugriff der Behörden auf dieses Netzwerk nicht, sondern beginnt erst, seine Verbindungen zu erklären.

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