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Österreich: Gewitter und Sturm lösen hunderte Einsätze und Unfälle aus

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Heftige Gewitterzellen haben am Sonntagnachmittag über weite Teile Österreichs zahlreiche Einsätze ausgelöst und in mehreren Bundesländern für gefährliche Situationen gesorgt. Bäume stürzten um, Straßen wurden blockiert, Autos getroffen und Rettungskräfte mussten zugleich an Land, auf Schienen und auf Seen ausrücken.

Besonders deutlich wurde das in Niederösterreich: Dort verursachten umgestürzte Bäume Unfälle auf der und einen Zugausfall, ein Blitz setzte den Turm von im Bezirk Waidhofen an der Thaya in Brand, und die Windböen erreichten laut bei Wiener Neustadt bis zu 110 Kilometer pro Stunde. Für Teile Niederösterreichs, Tirols, der Steiermark, des Burgenlands und Kärntens galt Warnstufe Rot.

Im Bezirk Waidhofen wurde bei Pfaffenschlag ein Auto von einem umstürzenden Baum getroffen, die Lenkerin wurde leicht verletzt. Dass es nicht schlimmer kam, war bei diesem Wetter eher Glück als Routine. Auch in den Bezirken Amstetten und Scheibbs entwurzelten Böen Bäume, die Straßen blockierten. Auf der Westautobahn kam es zu mehreren Unfällen durch umgestürzte Stämme, mehrere Autos wurden getroffen, schwer verletzt wurde nach ersten Informationen niemand.

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In Oberösterreich lief die Lage ebenfalls auf Hochtouren, allerdings ohne Verletzte: Am Sonntag meldeten die Einsatzkräfte rund 400 Einsätze von 260 Wehren, fast alle Bezirke waren betroffen. In St. Valentin stürzte ein Baum auf eine Oberleitung der Bahn und löste einen Brand aus, ein Zug musste auf freier Strecke anhalten. In Ernsthofen im Bezirk Amstetten wurden gegen 16.30 Uhr mehrere Menschen von Gewässern geborgen, als eine Gewitterfront den Bezirk überquerte; binnen 20 Minuten gab es hunderte Notrufe und 50 Feuerwehreinsätze.

Auch Salzburg blieb nicht verschont. Am und am mussten am späten Nachmittag mehrere Boote geborgen werden, am sank ein Segelboot teilweise. Die Bergung war am frühen Abend noch im Laufen, zwischenzeitlich wurden dort einige Wassersportler vermisst und später wohlauf aufgefunden. Am Wolfgangsee und Mondsee mussten ebenfalls kleinere Boote geborgen werden, insgesamt standen sieben Ortsstellen der im Flachgau im Einsatz.

In der Steiermark musste ein ganzer Tierpark evakuiert werden, in Oberösterreich war in Linz am Pleschinger See ein Baum fast auf eine Gruppe gefallen, die Schutz unter ihm gesucht hatte. In St. Florian bei Linz stürzte ein Baum direkt vor einem jungen Mopedfahrer auf die Straße. Die Lage zeigte damit, wie breit die Unwetter an einem einzigen Sonntagnachmittag zuschlugen: Feuerwehren und Wasserrettung waren gleichzeitig in mehreren Bundesländern im Dauereinsatz.

Der sichtbarste offene Punkt blieb am Abend die Bilanz der Schäden. Während in Dobersberg das Feuer am Turm von Schloss Dobersberg gegen 17.30 Uhr als gelöscht galt und die Bergung des Segelboots am Fuschlsee weiterlief, war längst klar, dass sich die Auswirkungen der Gewitterzellen nicht auf einzelne Orte beschränkten. Sie trafen weite Teile Österreichs zugleich — und genau das machte diesen Sonntag für Einsatzkräfte so lang.

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