Lesen: Kalinskaya und Potapowa sorgen bei Roland Garros für Pariser Paukenschlag

Kalinskaya und Potapowa sorgen bei Roland Garros für Pariser Paukenschlag

Veröffentlicht
3 Min. Lesezeit
Anzeige

hat bei den für das Ergebnis des Tages gesorgt und in der dritten Runde mit 4:6, 7:6, 6:4 besiegt. Die 25-Jährige, die seit diesem Jahr unter österreichischer Flagge spielt, nahm der Titelverteidigerin und Weltranglistenvierten in Paris den Platz im Achtelfinale ab.

Potapowa sagte danach, dieser Sieg zähle für sie sicher zu den Top 3. Und es war mehr als ein Einzelerfolg: Zum ersten Mal seit 2007 steht wieder eine Österreicherin im Achtelfinale der French Open. In einem Turnier, das in seiner ersten Woche bereits von Emotionen, Niederlagen, Triumphen und Tränen geprägt war, bekam die 66. Auflage des wichtigsten Sandplatzturniers der Welt damit einen klaren Mittelpunkt.

Der Triumph bekam zusätzlichen Wert, weil Gauff nicht irgendeine Gegnerin war. Die US-Amerikanerin reiste als Titelverteidigerin und als Nummer 4 der Welt an, und Potapowa brauchte drei Sätze und ein enges Tiebreak, um sie aus dem Raster zu nehmen. Genau diese Art von Sieg verändert ein Turnier: Er öffnet einen Zweig, den viele bereits für besetzt hielten, und rückt eine Spielerin ins Zentrum, die bis dahin eher als Mitläuferin wahrgenommen wurde.

- Advertisement -

Der Rest der Pariser Woche bot dafür den passenden Hintergrund. Ungewöhnliche Hitze setzte vielen Spielerinnen und Spielern zu, und auch auf den Männercourts kippte manches scheinbar sichere Ergebnis. führte Juan Manuel Cerúndolo mit 2:0 Sätzen und 5:1, verlor die Partie aber noch. Joao Fonseca bezwang Novak Djokovic in der dritten Runde, Stan Wawrinka scheiterte in der ersten Runde an Jesper de Jong in vier Sätzen, und Gael Monfils, 39 Jahre alt und am Ende der Saison vor dem Abschied, lieferte einen weiteren Baustein dieser oft chaotischen ersten Turnierwoche.

Auch stand für diese Mischung aus Sport und persönlicher Last. Nach ihrem Auftaktsieg über Oksana Selekhmeteva weinte sie auf dem Platz wegen eines russischen Angriffs auf ihr Heimatland. Gegen diese Kulisse wirkte Potapowas Erfolg fast nüchtern, bis man auf die Folgen schaut: Österreich hat wieder eine Frau in der Runde der letzten 16, und für Potapowa beginnt jetzt erst die eigentliche Prüfung. Wie weit sie dieses Turnier tragen kann, ist offen, aber nach diesem Sieg reist niemand mehr nach Paris, um sie nur als Überraschung mitzulisten.

Anzeige
Diesen Artikel teilen