Lesen: Ruud unter Druck: Fonseca führt im French-Open-Duell mit zwei Sätzen

Ruud unter Druck: Fonseca führt im French-Open-Duell mit zwei Sätzen

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hat in der vierten Runde der gegen mit zwei Sätzen die Kontrolle übernommen und den früheren Finalisten in Paris in Bedrängnis gebracht. Der Norweger musste auf dem Court immer wieder reagieren, während der Brasilianer das Tempo des Matches bestimmte.

Genau deshalb wird Ruud an diesem Tag so genau verfolgt: Es geht um einen Live-Zustand im Herren-Einzel von Tag acht, nicht um eine abgeschlossene Geschichte. Wer wissen will, wie der ehemalige French-Open-Finalist auf Druck reagiert, bekommt hier die Antwort in Echtzeit, und zwar in einem Match, das mitten in der Runde lief, als der Vorsprung von Fonseca bereits stand.

Fonseca hatte Ruud mit 6:3 und 7:6 (8:6) bereits zwei Sätze entfernt, als der junge Brasilianer die nächsten Schläge in Paris suchte. In einem seiner Servicegames zog Ruud zunächst auf 40-0 davon, doch Fonseca blieb dran, erzwang Punkte und machte den Spielverlauf immer enger. Als der Norweger einen zweiten Aufschlag in Richtung Fonsecas Körper setzte und der Brasilianer aus dem Gleichgewicht geriet, schlug Ruud mit einer cross-court Vorhand in die Ecke zurück und hielt das Spiel am Leben.

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Im selben Match brauchte Ruud später noch mehr Stabilität. Er wehrte aus einem 40-0-Rückstand einen Breakball ab und hielt seinen Aufschlag, obwohl die Partie längst gegen ihn lief. Zuvor hatte Fonseca in einer weiteren engen Aufschlagrunde nach einem langen Ballwechsel mit einem tiefen Grundschlag von Ruud dennoch das Game gesichert. Das Bild blieb dasselbe: Ruud fand immer wieder kurze Auswege, aber Fonseca blieb der Spieler mit der klaren Führung.

Für Ruud ist das mehr als ein einzelner wackliger Servicegame-Moment. Als ehemaliger Finalist kennt er den Weg tief ins Turnier, und auch diesmal stand er schon früher unter Druck, als er sich in Paris nach zwei Matchbällen noch ins Achtelfinale gerettet hatte. Diese Art von Widerstand erklärt, warum die Partie trotz des Zwei-Satz-Rückstands nicht sofort vorbei war. Doch mit jedem Ballwechsel wächst für Ruud der Abstand, den er erst einmal wieder schließen müsste.

Das Match ist damit noch nicht geschrieben, aber die Richtung ist klar. Fonseca hat den Vorteil, Ruud hält sich mit einzelnen starken Punkten im Spiel, und die offene Frage ist nicht mehr, ob Druck da ist, sondern ob der Norweger genug davon in echte Wende ummünzen kann, bevor der vierte Satz endgültig kippt.

Andernorts setzte sich der Tag in Paris mit weiteren klaren Signalen fort: Jakub Mensik erreichte mit einem Fünf-Satz-Sieg über erstmals ein Grand-Slam-Viertelfinale, zog nach einem Sieg gegen Jesper de Jong in die Runde der letzten Acht ein, und bei den Frauen standen Mirra Andreeva, Marta Kostyuk, Elina Svitolina und Sorana Cirstea bereits als Viertelfinalistinnen fest.

In einer Rolle wie dieser entscheidet jetzt jeder Aufschlag über mehr als nur ein Spiel. Ruud hat gezeigt, dass er selbst aus 40-0-Rückständen und Breakbällen noch Lösungen findet. Aber gegen einen Gegner wie Fonseca reicht ein kurzer Ausbruch nicht, wenn am Ende immer noch zwei Sätze fehlen.

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