Ivo Basay wird am Sonntag erstmals als Trainer von Rangers de Talca an der Seitenlinie stehen, wenn sein Team bei Cobreloa im Zorros del Desierto antritt. Anstoß ist um 17:30 Uhr, und für Rangers markiert diese Partie den Beginn einer neuen Phase unter dem 60-Jährigen.
Dass nach Basay gesucht wird, hat mit genau diesem Datum und diesem Spiel zu tun. Es ist sein erster Auftritt seit der Übernahme, und er kommt für einen Klub, der in der Primera B am Tabellenende steht und erst drei Punkte gesammelt hat. Für Rangers ist das kein gewöhnlicher Spieltag, sondern ein Neustart unter Druck.
Die Vorbereitung fiel dabei deutlich aus. Basay arbeitete während der Woche intensiv auf diese Begegnung hin, doch er blieb bei einem Punkt auffallend zurückhaltend: Er hat keine Details zu seinem geplanten taktischen Ansatz preisgegeben. Auch die Startelf ist deshalb eher eine Projektion als eine Ansage, selbst wenn Rangers sich voraussichtlich mit Cristian Campestrini im Tor, Renato Valenzuela, Sebastián Acuña, Claudio Servetti und Matías Cortés in der Abwehr sowie Alejandro Márquez, Gary Moya und Manuel Vicuña im Mittelfeld und Ignacio Ibáñez, Cristóbal Muñoz und Damián González im Angriff aufstellen würde.
Gerade diese Zurückhaltung macht Basays Debüt interessanter als eine bloße Personalie. Die Basis ist bekannt, die Richtung nicht. Rangers geht als Schlusslicht der Primera B in eine Partie, die nicht nur einen neuen Coach vorstellt, sondern auch zeigen soll, ob sich die Arbeit der Woche schon in Struktur und Ordnung übersetzen lässt. Cobreloa, das an diesem Termin der Gegner ist, wartet damit auf einen Gegner, dessen nächster Schritt noch schwerer zu lesen ist als sein Tabellenstand.
Am Sonntag um 17:30 Uhr wird sich deshalb weniger an einem Namen entscheiden als an der Frage, wie schnell Basay seinem Team ein erkennbares Gesicht geben kann. Für Rangers beginnt gegen Cobreloa nicht nur ein Spiel, sondern der erste echte Test einer Trainerära, die ohne klare taktische Vorwarnung startet.

