Lesen: Senta Berger erhält Deutschen Filmpreis für Rolle in „Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“

Senta Berger erhält Deutschen Filmpreis für Rolle in „Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“

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hat am Freitagabend in Berlin den Deutschen Filmpreis als beste Hauptdarstellerin bekommen. Gewürdigt wurde sie für ihre Rolle in der Buchverfilmung „Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“ – ein Preis, der für die 85-Jährige auch deshalb besonders war, weil es ihre erste Nominierung für den Deutschen Filmpreis war.

Dass ausgerechnet ihr Name an diesem Abend so viel Aufmerksamkeit zog, liegt an der Mischung aus Alter, Leistung und Gelegenheit. Berger, in Wien geboren, steht seit Jahrzehnten für den deutschsprachigen Film, doch diese Auszeichnung holte sie noch einmal in einem ganz aktuellen Moment ins Zentrum: bei einer Preisverleihung in Berlin, an der ihr Sohn sie auf der Bühne ausdrücklich lobte.

Verhoeven machte keinen Hehl daraus, wie ungewöhnlich die Zusammenarbeit war. Wer mit seiner Mutter einen Film drehe, sagte er, sage am Set ständig „Mama“; das sei nicht unbedingt ideal für die Autorität, in diesem Fall aber wunderbar gewesen. Er sagte auch, er habe ihre Verletzlichkeit, ihre Empfindsamkeit, ihren Humor und ihr Herz in einer neuen Form gesehen. Und er gratulierte ihr zu ihrer allerersten Nominierung für den Deutschen Filmpreis mit 85 Jahren.

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Der Film selbst ist eine Verfilmung des Romans „Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“, und Berger spielt darin die Großmutter des Protagonisten . Als sie den Preis entgegennahm, bekam sie stehende Ovationen; Verhoeven küsste sie auf die Wange. Der Abend zeigte damit nicht nur eine preisgekrönte Leistung, sondern auch ein Familienprojekt, das auf der Bühne sichtbar wurde.

Berger sagte an diesem Abend, sie sei sehr glücklich. Ganz ankommen wollte dieses Glück aber noch nicht. „Ich bin aber aufgeregt. Ich bin erst morgen glücklich. Heute ist es einfach zu viel“, sagte sie. Genau darin lag der Abend: eine Auszeichnung von Gewicht, ein öffentlicher Triumph – und zugleich eine Schauspielerin, die den Preis im Moment selbst noch kaum fassen konnte. Offen bleibt nur, ob dieser Deutsche Filmpreis auch ihr wichtigster Filmpreis ist.

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