Alejandro Tabilo hat bei Roland Garros das nächste Ziel erreicht. Der Chilene setzte sich in der dritten Runde gegen den Franzosen Moïse Kouamé durch und steht damit in der vierten Runde des Turniers.
Dass dieser Schritt am Ende gelingt, war lange nicht sicher. Tabilo musste sich nach einem Rückstand zurückkämpfen, und im vierten Satz stand das Match 4:4, als Kouamé weiter dagegenhielt und den Chilenen zu jedem Punkt zwang. Erst in dieser Phase brachte Tabilo das Spiel wieder auf seine Seite und machte den Sprung in die nächste Runde perfekt.
Gerade deshalb ist der Sieg für den 17 Jahre alten Kouamé mehr als nur ein Ergebnis auf dem Papier. Der Franzose galt bei dem Turnier als eine der Überraschungen, und gegen so einen Gegner reicht kein kurzer Anlauf. Tabilo brauchte Geduld, Ruhe und den langen Atem, der in Paris oft wichtiger ist als ein schneller Start.
Der Wendepunkt kam, als Tabilo den Druck im vierten Satz aushielt und das Gleichgewicht im Match kippte. Er musste den Ausgleich mit dem Aufschlag erzwingen, um überhaupt in die Situation für einen Tiebreak zu kommen, und genau dort zeigte sich der Unterschied zwischen einem jungen Hoffnungsträger und einem Spieler, der das Match noch drehen konnte. Kouamé blieb zäh, aber Tabilo gab die Partie nicht mehr aus der Hand.
Für Roland Garros ist das ein klarer Eintrag in die nächste Runde: Tabilo rückt weiter vor, Kouamé scheidet aus. Sein nächster Gegner steht in den vorliegenden Informationen nicht, doch der Weg des Chilenen geht weiter — und nach einem solchen Abend in Paris weiß er jetzt, dass er auch in engen Momenten eine Antwort hat.

