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Frauenlauf 2026 Wien: Lisa Redlinger startet nach 5-km-Rekord im Prater

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geht am Sonntag beim im Wiener Prater an den Start, einen Tag nach ihrem neuen österreichischen Rekord über fünf Kilometer. Die 23-Jährige aus Vorarlberg lief am Samstag bei der -Veranstaltung 15:32 Minuten und war damit sechs Sekunden schneller als die bisherige Bestmarke.

Genau deshalb wird der jetzt gesucht: Weil Redlinger nach diesem Lauf nicht aufhört, sondern direkt in das nächste große Rennen wechselt. Beim Frauenlauf werden 31.056 Teilnehmerinnen erwartet, und für eine Läuferin, die gerade erst die nationale Bestmarke gesetzt hat, bekommt der Start am Sonntag ein anderes Gewicht als ein gewöhnlicher Formtest.

Der Rekord war nicht nur eine neue österreichische Bestzeit. Redlinger unterbot damit auch den Richtwert für die um zwanzig Sekunden. Für eine Athletin, die als schnellste Österreicherin auf der 5-Kilometer-Strecke gilt, ist das die Art von Ergebnis, die die Tür zu mehr öffnet und den Blick auf den nächsten Start sofort schärft.

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Doch Redlinger beschreibt ihren Sport nicht als alles bestimmend. Sie arbeitet gemeinsam mit in der eigenen Firma , die sich seit 2023 auf digitale Dienstleistungen spezialisiert hat, und sie sagt selbst: „We make it full-time“. Zugleich betont sie, dass sie den Sport nebenbei betreibe, neben ihrer Firma, und trainiert rund 14 Stunden pro Woche. Das ist für eine Spitzenläuferin wenig, aber es erklärt auch, warum sie sich mit dem Etikett Vorbild nicht ohne Weiteres anfreunden will.

Redlinger sagt, sie laufe meist mittags oder am späten Nachmittag, frühe Morgenstunden seien „nichts für mich“. Ihre Woche umfasst nach eigenen Angaben 70 bis 80 Kilometer, dazu kommt ein Rhythmus, der eher nach Disziplin als nach Profi-Alltag klingt. Für sie sei Laufen eher eine Frage von Gewohnheit und „easier thing and discipline thing“ als ein Leben, das komplett um den Sport kreist.

Dass sie überhaupt wieder in dieser Form läuft, ist nach mehreren Verletzungen nicht selbstverständlich. In den vergangenen Jahren hatte Redlinger eine Serie von Problemen und Stressfrakturen, jeweils am rechten Bein, und legte dabei auch einmal sechs Wochen ohne Laufschritt ein. Stattdessen wich sie auf Radfahren und Schwimmen aus und sagte, sie habe viel alternative Belastung gemacht, bergauf trainiert und alle Ausdauersportarten genutzt, die den Fuß nicht zusätzlich belasteten. Gerade dieser Umweg macht ihren Start am Sonntag interessant: Sie kommt nicht als überinszenierte Favoritin, sondern als schnelle Läuferin mit einer Vorgeschichte, die nichts Glattes hat.

Am Sonntag wird sich zeigen, ob der Rekordlauf vom Vortag in den Beinen steckt oder in Rückenwind umschlägt. Für Redlinger ist der Frauenlauf im Prater die nächste Prüfung nach einem Ergebnis, das sie auf nationaler Ebene nach vorn geschoben hat. Für alle anderen ist es die Chance, eine der schnellsten Österreicherinnen dort zu sehen, wo sie sich selbst am liebsten nicht in die erste Reihe stellt.

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