In Oklahoma City und San Antonio fällt heute die Entscheidung: Die Thunder und die Spurs spielen Game 7, und nur einer der beiden Vereine bekommt das Ticket für die NBA Finals. Der Gewinner trifft auf die ausgeruhten New York Knicks.
Für die Thunder geht es um mehr als den nächsten Schritt. Als Titelverteidiger müssen sie zeigen, dass der Meisterschaftslauf der vergangenen Saison kein einmaliger Ausreißer war. Für die Spurs steht eine noch schnellere Geschichte auf dem Spiel: Sie sind nur einen Sieg davon entfernt, weit früher als viele vor Saisonbeginn erwartet hatten, wieder in die NBA Finals einzuziehen.
Im Zentrum dieser Serie steht Victor Wembanyama, der erst in seiner dritten Saison ist und längst als Spieler gilt, der beide Seiten des Spielfelds dominieren kann. Rund um den Franzosen hat sich im Verlauf der Spielzeit das Gefühl verdichtet, dass die Vergleiche mit anderen Superstars nicht überzogen sind. Genau das verleiht diesem Abend zusätzliches Gewicht, weil San Antonios Aufstieg plötzlich nicht mehr wie ein ferner Plan wirkt, sondern wie ein Test, ob er schon jetzt trägt.
Game 7 reduziert Monate voller Vorbereitung, Opfer, Verletzungen, Kritik und Erfolg auf 48 Minuten. Das ist die Härte dieses Spiels und auch sein Reiz. Die Thunder versuchen, etwas zu festigen, das jeder Klub anstrebt und nur wenige erreichen. Die Spurs dagegen treiben einen Höhenflug voran, den viele Teams erst nach Jahren des Sammelns von Talenten und des gemeinsamen Lernens schaffen.
Am Ende bleibt die einfachste Frage die wichtigste: Wer hält dem Druck stand und zieht weiter? Für Oklahoma City wäre es die Bestätigung, dass der Titel kein Zufall war. Für San Antonio wäre es der Beleg, dass der schnelle Aufstieg kein Zufall ist, sondern der Beginn eines echten Laufs in Richtung NBA-Spitze.

