Arsenal ging im Champions-League-Finale gegen PSG am Samstag, 30. Mai, in Budapest durch Kai Havertz mit 1:0 in Führung. Der deutsche Stürmer traf damit gleich im ersten großen Moment des Spiels und setzte die Partie früh unter Druck.
Für Havertz war es ein vertrauter Abend auf großer Bühne. Er hatte schon im Champions-League-Finale 2021 für Chelsea gegen Manchester City getroffen, ebenso im DFB-Pokal-Finale 2020 mit Bayer Leverkusen und im Klub-WM-Finale 2022 mit Chelsea gegen Palmeiras. Wenn er in einem Endspiel zum Abschluss kommt, bleibt das fast nie folgenlos.
Dass Arsenal nach dem Treffer gute Karten hatte, passte auch zur eigenen Bilanz in diesem Wettbewerb: In dieser Champions-League-Saison standen elf Siege und ein Remis ohne Niederlage zu Buche, wenn das Team zuerst traf. Genau das machte Havertz’ Tor so wertvoll, weil ein Finale oft in dem Moment kippt, in dem eine Mannschaft den ersten Schlag landet.
PSG musste darauf reagieren, und Luis Enrique veränderte dafür die Ordnung seines Angriffs. Doué rückte nach links, Kvaratskhelia in die Spitze, Dembélé nach rechts. Das Spiel wurde in dieser Phase zum Duell mit langen Bällen, weil das hohe Pressing beider Teams den geordneten Aufbau immer wieder erstickte.
In dieser Unruhe suchte PSG zugleich einen Elfmeter, als ein möglicher Handkontakt von Saka überprüfbar schien. Der TV-Analyst Iturralde bremste den Protest sofort und sagte sinngemäß, der Ball gehe zwar an die Hand, komme aber vom eigenen Abpraller zurück; das könne im Leben kein Handspiel sein. Solche Szenen entscheiden in einem Finale oft über mehr als nur eine Unterbrechung, weil sie den Rhythmus und die Emotionen auf derselben Stelle festhalten.
Ob PSG nach dem Rückstand noch eine Antwort findet, blieb in der Live-Berichterstattung von Diario AS offen. Klar war nur eines: Mit Havertz’ Treffer hatte Arsenal genau den Start, der in einem Endspiel das ganze Drehbuch verschieben kann.

