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Roland Garros kündigt Geldstrafe gegen Daniel Vallejo nach sexistischer Attacke an

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wird mit einer erheblichen Geldstrafe belegen, nachdem der 22-Jährige am Donnerstag nach seiner Zweitrunden-Niederlage gegen Moïse Kouame sexistische Bemerkungen über die brasilianische Schiedsrichterin gemacht hatte. Die Ankündigung kam am Freitag und machte aus einem hitzigen Match einen öffentlichen Disziplinarfall.

Für Vallejo ist das sofort relevant, weil der Fall auf der größten Bühne des Sports steht. Der Paraguayer, der in Paris mit 71. der Weltrangliste erstmals im Hauptfeld eines Grand-Slam-Turniers spielte, verlor das Match in fünf Sätzen mit 6-3, 7-5, 3-6, 2-6 und 7-6 (10/8). Das Spiel war in großer Hitze ausgetragen worden, dazu kam laute Unterstützung der französischen Fans für Kouame.

Nach der Partie griff Vallejo Carvalho direkt an. „Este tipo de partido debe ser arbitrado por un hombre“, sagte er, und fügte hinzu: „Es muy difícil para una mujer hacerlo.“ In einem weiteren Satz stellte er die Begegnung erneut so dar, als müsse sie von einem Mann geleitet werden, weil es ein sehr anspruchsvolles Publikum gewesen sei und man viel Kraft brauche, um sich ihm zu stellen.

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Genau dort setzte die Reaktion der Turnierführung an. Die Fédération Française de Tennis und die Verantwortlichen von Roland Garros stellten klar, dass sich die Kompetenz von Schiedsrichtern an Professionalität und der Fähigkeit misst, auf hohem Niveau zu leiten, nicht am Geschlecht. Damit prallten zwei Sichtweisen aufeinander: Vallejos Abwertung einer weiblichen Umpire und die öffentliche Linie des Turniers, die das als Frage der Eignung und nicht der Geschlechterzuordnung behandelt.

Offen bleibt nun vor allem die Höhe der Strafe. Roland Garros nannte keinen Betrag, kündigte aber an, die Sanktion umzusetzen. Für Vallejo ist es damit nicht nur ein verlorenes Match, sondern eine Nachwirkung, die seine erste Grand-Slam-Hauptfeldteilnahme sofort überschattet. Früheren Berichten über seinen sportlichen Durchbruch in Paris folgt jetzt eine Disziplinarmaßnahme, die die Debatte um sein Auftreten auf dem Platz nicht beendet, sondern erst richtig sichtbar macht.

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