Adi Hütter ist bei Eintracht Frankfurt zum Top-Favoriten für den freien Trainerjob aufgerückt, nachdem der 56-Jährige auf Mallorca mit Sportvorstand Markus Krösche gesprochen hat. Noch ist nichts unterschrieben, aber die Gespräche haben seine Position in der Suche spürbar verändert.
Darum wird Hütter jetzt so genau beobachtet: Der frühere Coach von AS Monaco ist seit Oktober 2025 ohne Job, und für Eintracht Frankfurt könnte die Entscheidung schon in dieser Woche an Fahrt aufnehmen. Der Klub sucht eine Lösung für die Bank, während Hütter weiter mit einem Wechsel zurück in die Bundesliga in Verbindung gebracht wird.
Besonders auffällig ist, dass Hütter zunächst nicht als stärkster Kandidat galt, um Albert Riera zu folgen. Nun heißt es jedoch, er rücke immer näher an die Spitze. Die Einschätzung stammt aus dem Umfeld der Berichterstattung und passt zu der Entwicklung, dass Frankfurt nach einem direkten Austausch mit Krösche offenbar genauer hinschaut.
Auch die Rahmenbedingungen spielen eine Rolle. Borussia Mönchengladbach soll für Hütter zu teuer sein, bei Eintracht Frankfurt wäre die finanzielle Hürde demnach deutlich kleiner. Dazu kommt, dass auch Olympique Marseille Interesse gezeigt haben soll. Hütter war also nicht nur in Frankfurt Thema, sondern bei mehreren Vereinen, die seine nächste Station abwägen.
Der Widerspruch bleibt trotzdem bestehen: So nah Hütter dem Job in Frankfurt nun gerückt sein soll, eine Einigung gibt es weiterhin nicht. Das ist der Punkt, an dem die Suche in dieser Woche kippen könnte. Für den Trainer wäre es eine Rückkehr zu einem alten Klub, für Frankfurt die Chance auf einen erfahrenen Bundesliga-Coach, doch ob aus dem Mallorca-Gespräch ein Deal wird, ist weiter offen.
Hütter hält sich derweil seinen langfristigen Zielmarkt offen. Zwei Monate zuvor war er als möglicher Nachfolger von Tottenham-Coach Igor Tudor genannt worden, Tottenham entschied sich am Ende für Roberto De Zerbi, der den Klub in der Liga hielt. Für Hütter schließt das England-Ziel damit nicht, aber in diesem Moment spricht vieles dafür, dass Frankfurt der realistischste nächste Schritt ist.

