Joao Fonseca hat Novak Djokovic bei Roland Garros in fünf Sätzen besiegt und damit das Achtelfinale erreicht. Der 19-Jährige gewann nach 4:53 Stunden ein Match, das erst in den letzten Ballwechseln kippte.
Für die Suche nach diesem Ergebnis gibt es einen klaren Grund: Fonseca setzte sich gegen die Nummer vier der Welt durch, und zwar in einem Kampf, der bis zum Schluss offen blieb. Djokovic hatte die Partie nach 1:32 Stunden mit zwei Sätzen Vorsprung im Griff, nachdem er den ersten Satz 6:4 in 46 Minuten geholt hatte. Doch der Brasilianer blieb dran und machte aus einem frühen Rückstand ein Ergebnis, das in Paris sofort Gewicht bekommt.
Fonseca kam zurück, als Djokovic im dritten Satz zu Beginn das Break holte und sich auf 3:1 setzte, aber dann selbst unter Druck geriet. Der Serbe wehrte im ersten Spiel des vierten Satzes vier Breakpunkte ab und verlor den Satz dennoch auf dem fünften Breakpunkt. Nach 2:31 Stunden stand es nur noch 2:1 für Djokovic, nach 3:50 Stunden hatte Fonseca ausgeglichen. Genau in diesem Moment war das Match wieder völlig offen.
Dann kam der Abschnitt, der den Abend entschied und zugleich das Unfassbare daran erklärte. Djokovic brach im fünften Satz früh zum 3:1 durch, doch er hielt die Führung nicht. Bei 6:5 schlug er sogar zum Matchgewinn auf, bevor Fonseca bei 30:40 auf seinem Aufschlag stand, den Punkt rettete und anschließend drei Asse in Serie servierte. Das war nicht nur ein starker Schluss, sondern der Moment, in dem ein eigentlich kontrollierter Favorit das Spiel noch aus der Hand gab.
Dass Djokovic trotz dieser Führung verlor, macht die Niederlage schwerer als eine gewöhnliche Überraschung. Es war sein 53. Fünf-Satz-Match und sein 15. über die volle Distanz bei Roland Garros. Für Fonseca, der seit zwei Jahren als großes Versprechen gilt, ist der Sieg der bislang größte Schritt seiner Karriere auf dieser Bühne. Sein Weg in Paris geht damit weiter, auch wenn der Gegner im Achtelfinale noch nicht genannt ist.

