VfL Wolfsburg beginnt nach dem Abstieg in die 2. Bundesliga mit einem Kader, der in den nächsten Tagen weiter auseinanderfallen dürfte. Mehrere Leihspieler kehren sofort zu ihren Klubs zurück, dazu verlassen auch Angreifer mit auslaufenden Verträgen den Verein.
Genau deshalb suchen viele nun nach vfl wolfsburg: Der Klub muss nicht nur auf den Abstieg reagieren, sondern fast eine neue Mannschaft bauen. Jeanuel Belocian geht zurück zu Bayer Leverkusen, Jenson Seelt zu AFC Sunderland, Adam Daghim zu RB Salzburg und Jesper Lindström zu SSC Neapel. Die vier Leihen waren jeweils mit Kaufoptionen zwischen 12 Millionen und 15 Millionen Euro versehen, doch diese Optionen werden nicht gezogen.
Auch die Planung für den Angriff bricht weg. Jonas Wind und Kevin Paredes verlassen Wolfsburg zum Monatsende, wenn ihre Verträge Ende Juni auslaufen. Nicolas Cozza, Bartol Franjic und Jakub Kaminski werden ebenfalls nicht zurückkehren. Damit verliert Wolfsburg schon vor dem eigentlichen Neuaufbau mehrere Spieler, die in der zweiten Liga eigentlich helfen sollten.
Hinzu kommt die heikle Frage, wer trotz Vertrag überhaupt bleibt. Kamil Grabara, Lovro Majer, Mohamed Amoura, Konstantinos Koulierakis, Joakim Maehle, Patrick Wimmer und Christian Eriksen gelten trotz Laufzeiten bis 2027, 2028 oder 2029 als Abgangskandidaten. Auf dem Papier haben alle Verträge für die 2. Bundesliga, in der Realität aber müssten sie einen Gehaltsverzicht von 35 Prozent akzeptieren und einen klaren Karriereschritt zurück mitgehen. Das macht einen Verbleib für viele von ihnen unattraktiv, bei Eriksen kommt noch Interesse von Ajax Amsterdam hinzu.
Ein früher Gegenakzent ist Elvis Rexhbecaj. Seine Rückkehr von FC Augsburg war schon vor dem Abstieg fixiert und ist ablösefrei. Für Wolfsburg ist das wenigstens ein Transfer, der unabhängig von der Ligazugehörigkeit steht. Dieter Hecking konnte den Gang in die zweite Liga nicht verhindern, und genau das macht den nächsten Schritt so brutal: Der Klub muss jetzt entscheiden, wer überhaupt noch Teil des Neubeginns sein will.
Offen bleibt vor allem, wie groß der Kern am Ende wirklich ist. Wolfsburg hat mit Rexhbecaj bereits einen festen Rückkehrer, doch der Rest des Kaders steht auf wackligen Beinen. Aus einem Abstieg ist damit binnen Tagen ein kompletter Umbruch geworden.

