Felix von Jascheroff verlässt „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ nach 25 Jahren. Der Schauspieler steigt aus eigenem Wunsch aus, weil er sich neuen beruflichen Projekten widmen will.
Dass die Nachricht jetzt veröffentlicht wird, liegt daran, dass damit ein Lauf endet, der für die RTL-Daily selten geworden ist: Von Jascheroff steht seit Juli 2001 als John Bachmann vor der Kamera, damals in Folge 2277. Inzwischen ist die Serie bei Folge 8530 angekommen. Der 43-Jährige sagte, der Abschied falle ihm nicht leicht, weil ihm die Serie und das Team wie eine Familie seien.
Für viele Zuschauer ist das deshalb mehr als ein normaler Cast-Wechsel. John Bachmann gehört seit einem Vierteljahrhundert zum festen Bild der Serie, und RTL zählt den Darsteller neben Wolfgang Bahro und Ulrike Frank zu den prägenden Gesichtern des Formats. Genau diese lange Präsenz macht den Abgang für Fans von „GZSZ“ so einschneidend.
Zugleich setzt der Sender auf einen Abschied mit Gewicht. RTL kündigte für von Jascheroff noch eine „absolute Spitzenstory“ an, die seiner Rolle und den vielen Jahren gerecht werden soll. Das passt zu der laufenden Handlung, in der Bachmann nach einem mysteriösen Todesfall unter Mordverdacht steht. Der Schauspieler geht also nicht leise, sondern mitten in einer Geschichte, die den Ausstieg selbst noch einmal auflädt.
Die zweite Ebene dieses Abschieds liegt in der Zeitverzögerung der Serie. Zu sehen sein wird von Jascheroffs letzter Auftritt erst nächstes Jahr, weil „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ mit langem Vorlauf produziert wird. Für Zuschauer heißt das: Die Nachricht ist jetzt da, der eigentliche Serienabschied aber kommt erst später — und ein genaues Ausstrahlungsdatum steht bislang nicht fest.

