Lesen: Interés: Diputados billigen Verbot von Zinseszinsen im Rekonstruktionsgesetz

Interés: Diputados billigen Verbot von Zinseszinsen im Rekonstruktionsgesetz

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Die hat am 20. Mai im eine Änderung gebilligt, die das Interesse auf Interesse, auch Anatocismo genannt, verbieten soll. Die Initiative von setzte sich mit 79 Stimmen dafür, 57 dagegen und 17 Enthaltungen durch.

Der Beschluss würde Artikel 9 des Gesetzes Nr. 18.010 ersetzen. Der geltende Text erlaubt Anatocismo; der neue Wortlaut würde festschreiben, dass in keinem Fall Zinsen auf Zinsen vereinbart werden dürfen. Außerdem dürften Zinsen nicht bei jeder Fälligkeit oder Verlängerung kapitalisiert werden. Falls dennoch kapitalisierte Zinsen unter Verstoß gegen die Regel entstehen, wären sie gegenüber dem Schuldner nicht durchsetzbar und hätten keine Wirkung.

Für die Betroffenen geht es nicht um ein Randthema. Die Maßnahme würde nur auf Schulden angewendet, die noch nicht in Verzug geraten sind, und könnte damit Fälle wie unbezahlte Kreditkarten- oder Kreditlinien-Salden zum Fälligkeitstermin erfassen. Ebenso betroffen wären gewährte Karenzfristen bei der Ausgabe eines Kredits und Aufschübe von Ratenzahlungen, wie sie während der Pandemie massenhaft genutzt wurden. Das macht die Abstimmung für Banken und Händlerfinanzierer besonders heikel, weil die Regel auch Kreditvergaben und Einlagenprodukte berühren könnte.

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Ulloa verteidigte den Vorstoß als langjährige Forderung. Er sagte, die Idee sei nicht seine und auch nicht neu, seit 1990 seien mindestens acht Anträge aus allen politischen Lagern eingereicht worden, um die Erhebung von Zinsen auf Zinsen zu regeln oder ganz zu beseitigen. Nach seinen Worten habe er eine transversale Forderung aufgegriffen und nun in diesem Gesetzgebungsschritt erstmals eine Zustimmung erreicht. In einer zweiten Begründung stellte er die Änderung in direkten Zusammenhang mit dem Rekonstruktionsauftrag des Projekts und sagte, sie stehe in voller Harmonie mit den Leitideen der Botschaft, die von wirtschaftlichem Wiederaufbau und davon spreche, dass Familien die Früchte ihrer Arbeit genießen können, was schwer möglich sei, wenn sie an eine Schuld gebunden seien, die sich von selbst vergrößere.

Die Debatte blieb nicht ohne Verfassungseinwand. legte einen Vorbehalt ein und begründete ihn damit, dass der Vorschlag gegen die Leitideen des Projekts und gegen Artikel 69 der Verfassung verstoße. Ulloa wies das zurück und stellte die Änderung als Teil der Matrix des Rekonstruktionsgesetzes dar. Diese Spannung zwischen sozialem Schutz und verfassungsrechtlicher Grenze erklärt, warum der Text trotz seiner technischen Formulierung politisch aufgeladen ist.

Die Abstimmung zeigte auch klare Brüche in den Blöcken. Die Republikanische Partei und die UDI lehnten die Änderung geschlossen ab. In der stimmte zu, die übrigen sieben Abgeordneten lehnten ab. In der RN stimmten und dagegen, die anderen neun enthielten sich. In der PDG unterstützten 13 Abgeordnete den Artikel, Javier Olivares enthielt sich. Joanna Pérez, Francesca Muñoz, Sara Concha, Roberto Arroyo und Jorge Guzmán enthielten sich ebenfalls. Alle Mitte-Links-Parteien stimmten zu.

Der private Sektor verfolgt die Lage mit Sorge, gerade wegen der breiten Unterstützung, die die Initiative in der Kammer erhalten hat. Hinzu kommt die Furcht, dass für eine vertiefte Debatte am Ende nicht genug Zeit bleiben könnte. Nach dem klaren Votum in der Abgeordnetenkammer ist damit der Druck auf die nächste Phase des Verfahrens gestiegen, und dort dürfte sich zeigen, ob der politische Rückhalt für das Verbot von interés auch dann trägt, wenn die technischen und finanziellen Folgen genauer auf dem Tisch liegen.

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