Österreich hat am Donnerstag in Wien-Aspern die unmittelbare Vorbereitung auf die erste Fußball-Weltmeisterschaft seit 28 Jahren eröffnet. Beim öffentlichen Training am ÖFB-Campus verfolgten rund 1.000 Fans, wie sich die Nationalmannschaft auf den kommenden Monat einstimmte.
Michael Gregoritsch stand dabei mit den anderen 24 Kaderspielern auf dem Platz und arbeitete in einer sehr kleinen Spielform mit. Patrick Wimmer war der einzige Spieler, der noch nicht auf dem Trainingsrasen stand. Florian Grillitsch trainierte wegen einer zuletzt ebenfalls aufgetretenen Muskelverletzung individuell.
Für Österreich ist es der Auftakt in eine kurze, eng getaktete Endphase vor dem Turnier. Bis Sonntag stehen in der Seestadt noch drei weitere, nicht öffentliche Trainingseinheiten an. Am Montag wartet im Ernst-Happel-Stadion das letzte Testspiel gegen Tunesien, Anpfiff ist um 20.45 Uhr. Danach folgen zwei freie Tage, ehe die Mannschaft am Donnerstag, 4. Juni, in ihr WM-Quartier nach Goleta bei Santa Barbara reist.
Die öffentliche Einheit kam nicht zufällig an diesem Ort. Der ÖFB-Campus liegt in einem Teil der Donaustadt, der für viele Wiener längst mit dem rasanten Wachstum des Viertels verbunden ist. Auch David Alaba ist dort in der Nähe aufgewachsen. Für das Team ist die Rückkehr an diesen Ort mehr als ein logistischer Zwischenschritt: Sie markiert den letzten offenen Teil der Vorbereitung, bevor der Blick endgültig auf Nordamerika geht.
Gerade darin liegt auch die Spannung dieser Wochen. Österreich spricht von einer Rückkehr auf die größte Bühne seit 1998, doch der Weg dorthin ist noch kurz und empfindlich. Ein belastbarer Kader, ein sauberes Testspiel gegen Tunesien und ein gesunder Michael Gregoritsch gehören jetzt zu den wenigen Dingen, die vor dem Abflug wirklich zählen. Das erste Gruppenspiel gegen Jordan folgt am 16. Juni in Santa Clara südlich von San Francisco, in Mitteleuropa ist es am 17. Juni um 4.00 Uhr MESZ.

