Wien hat auch heuer wieder den Reparaturbonus ausgeschrieben, doch der Fördertopf ist bereits leer. Am 22. April gestartet, war das Geld nach nur einem Monat aufgebraucht, neue Reparaturbons können nicht mehr beantragt werden.
Die Stadt hatte den Beihilfentopf mit 25.000 Euro gefüllt. Wienerinnen und Wiener konnten damit die Hälfte ihrer Reparaturkosten sparen, die Stadt übernahm pro Reparatur maximal 100 Euro. Für viele kleinere Instandsetzungen war das ein spürbarer Anreiz, nicht gleich neu zu kaufen.
Seit Beginn des Förderprogramms im Jahr 2020 seien rund 60.000 Gegenstände repariert worden. Das zeigt, dass der Reparaturbonus in der Stadt nicht nur als Symbol gegen die Wegwerfgesellschaft gedacht ist, sondern tatsächlich genutzt wird. Die Förderung sollte Reparaturen billiger machen und damit Geräte, Kleidung oder andere Alltagsgegenstände länger im Umlauf halten.
Gerade darin liegt auch die Spannung dieses Jahres: Die Stadt setzt weiter auf Reparieren statt Wegwerfen, doch der aktuelle Topf war laut Artikel schon nach einem Monat ausgeschöpft. Wer sich auf Unterstützung verlassen hatte, kommt nun zu spät. Der nächste Schritt ist damit klar: Ohne neue Mittel bleibt der Reparaturbonus vorerst geschlossen, obwohl das Interesse offenbar größer war als der bereitgestellte Betrag.
Der Artikel erschien am 26.05.2026 in FALTER 22/2026.

